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Ein Hilfekompass für die Arbeitnehmer

Pharmaserv Ein Hilfekompass für die Arbeitnehmer

Mit einem neuen Gesundheitsmanagementkonzept will Standortbetreiber Pharmaserv wachsendem Fachkräftemangel und steigenden Langzeiterkrankungen entgegenwirken.

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Die Kooperationspartner: Stefan Waldschmidt, Geschäftsführung Personal bei Pharmaserv (von links), Renate Oberlik vom Kinderschutzbund Marburg, Silke Dünnebeil-Bediako vom Blauen Kreuz, Laura Perski von Vita fitness, Annette Heuser von „Sinn für Sorge“ und Faber Management, Christiane Schmitt vom Verein Leben mit Krebs und leitender Werksarzt Markus Heinzinger.Foto: Tannert

Marburg. Kostenlose Fitnesskurse im Studio, Beratungsangebote, Gesundheitschecks und Lebenshilfe - mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und neuem Kooperationsprojekt wirbt die Pharmaserv GmbH & Co. KG für präventive Gesundheitsvorsorge der Behring-Mitarbeiter und eine attraktivere Unternehmenskultur.

Der Standortbetreiber reagiert damit auf einen steigenden, demografisch bedingten Fachkräftemangel. Auf dem Arbeitsmarkt werden zukünftig weniger Menschen verfügbar sein, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig verzeichnen Studien eine Zunahme von Langzeiterkrankungen der Behring-Nachfolger. So seien 25 Prozent der Krankheitstage etwa auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückzuführen. Um beidem entgegenzuwirken, will Pharmaserv die betriebliche Gesundheitsförderung weiter ausbauen. Mit speziellen präventiven Angeboten sollen die Mitarbeiter gesünder, sensibilisiert und im Betrieb gehalten werden, während sich gleichzeitig die Attraktivität der Unternehmen für potenzielle neue Kräfte erhöhen soll. Für diesen Zweck hat das Unternehmen zahlreiche regionale Organisationen als Netzwerk-Partner für ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit ins Boot geholt.

Fitnessstudio kostenfrei

Geschäftsleitung, Betriebsärzte und Vertreter der Kooperationspartner trafen sich erstmals zur Projektkoordination. Neben der werksärztlichen Abteilung haben sich das Fitnessstudio Vita fitness, das Blaue Kreuz, der Marburger Kinderschutzbund, die Vereine „Leben mit Krebs Marburg“ und „Sinn für Sorge“, Dienstleister Faber Management, die Firma Motio sowie die Krankenkassen Barmer GEK und DAK dem Kooperationsprojekt angeschlossen. Das Pharmafit-Konzept teilt sich in zwei Projektstufen: „Gesundheit und Prävention“ sowie in einen „Hilfekompass“. Für Ersteres bietet die werksärztliche Abteilung den Behring-Mitarbeitern diverse Vorsorge- und Gesundheitstests, wie Impfungen, Haut- oder Herz-Kreislauf-Screenings, Informationen und Fachvorträge an und stimmt die Angebote der Kooperationspartner aufeinander ab.

„Prävention ist wichtig, Arbeitszeit kostet die Firmen Geld, vor allem, wenn sie nicht erbracht wird“, betonte der leitende Werksarzt Markus Heinzinger.

Für mehr Fitness und Bewegung soll eine für die Mitarbeiter kostenlose Mitgliedschaft bei Vita fitness sorgen. Ergänzend sollen verschiedene Angebote der Krankenkassen wie Gesundheitsticker oder -aktionen in Anspruch genommen werden.

"Wert von Gesundheit vermitteln"

Der konzeptionelle Hilfekompass umfasst wiederum verschiedene Unterstützungsangebote außerhalb des Arbeitsalltags, der jedoch von einer Vielzahl privater und gesundheitlicher Probleme negativ beeinflusst werden kann, betonten die Partner. So bietet etwa das blaue Kreuz Suchtberatung und -prävention für unterschiedliche Zielgruppen an. Der Kinderschutzbund hilft und informiert Kinder und Eltern rund um Themen wie Erziehung, Gewalt oder Missbrauch.

Der Verein „Sinn für Sorge“ unterstützt Angehörige demenzkranker Familienmitglieder, hilft bei der Pflege Erkrankter und entlastet die Betreuer. Der Verein Leben mit Krebs will durch ein breites Beratungs-, Kontakt- und Selbsthilfeangebot die individuelle Lebensqualität Betroffener und Angehöriger verbessern.

Daneben bietet Faber Management verschiedene Haushaltsdienstleistungen, speziell in Not- und Pflegefällen an. In Kooperation mit der Motio GmbH und DAK-Gesundheit sollen daneben insbesondere Führungskräfte geschult und auf eine Vorbildfunktion beim Thema Gesundheit sensibilisiert werden, teilte Pharmaserv mit.

„Mit dem Netzwerk wollen wir den Wert von Gesundheit vermitteln und selber aktiv werden, anstatt das Thema an andere abzugeben“, betonte Stefan Waldschmidt, Geschäftsführung Personal bei Pharmaserv, das Kooperationsprojekt.

von Ina Tannert

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