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Ein „Citymanager“ soll‘s jetzt richten

Gewerbeverein „Stadtallendorf aktiv“ Ein „Citymanager“ soll‘s jetzt richten

Bei der Jahreshauptversammlung von „Stadtallendorf aktiv“ ging es erneut um das ewige 
Thema, wie die Stadtmitte belebt werden kann. 
Dazu wird jetzt professionelle Hilfe von außen in Anspruch genommen.

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Gähnende Leere, verwaiste Geschäfte: So präsentiert sich Stadtallendorfs Mitte derzeit. Das Problem will „Stadtallendorf aktiv“ nun mit Fördermitteln angehen.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Das Vorstandsteam Marek Sieronski und Peter Zein berichtete zusammen mit dem Stadtallendorfer Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) von dem Sachstand der Großbaustellen, der grundhaften Sanierung des Hallenbades und dem Neubau des Edeka-Marktes in der Stadtmitte. Man hofft, dass beides in diesem Jahr fertiggestellt wird.

Als weiteres Thema beschäftigt die Stadtallendorfer Einzelhändler die rasante Zunahme der Ladendiebstähle in Ausmaßen, die nicht mehr hinnehmbar seien. „Stadtallendorf aktiv“ und die Stadtverwaltung haben dagegen etwas unternommen, indem sie alle Sicherheitsdienste koordiniert haben.

Das bedeutet: Alle privaten Sicherheitsdienste – auch die der großen Märkte – und die Ordnungsdienste der Stadt sind so vernetzt, dass mehr Ladendiebe schneller gefasst und ihre Diebstähle zur Anzeige gebracht werden können.

Hauptthema bei der Versammlung, an der fast 20 Einzelhändler teilnahmen, war jedoch, wie die Innenstadt aufgewertet und belebt werden kann sowie die Leerstände beseitigt werden können. Es hatte in der Vergangenheit schon manchen runden Tisch dazu gegeben, aber bisher erfolglos. Jetzt wird Geld in die Hand genommen, und mit professioneller Hilfe soll es gelingen.

Mitte Mai erfolgen 
die ersten Gespräche

Dr. Heike Rupp, die bei der Stadtverwaltung für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, hat sich schon intensiv damit beschäftigt und informierte die Versammlung. 45.000 Euro stehen aus dem Förderprogramm „INGEplus“ zur Verfügung, um ein Fachbüro zu beauftragen.

Das Förderprogramm des Landes Hessen möchte die Einrichtung von „Innovationsbereichen“ in Geschäftsquartieren nach dem Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren (INGE) unterstützen. So heißt es im Text zu dem Förderprogramm.

Die Stadtallendorfer haben bereits ein Büro beauftragt, dessen Vertreter Mitte Mai zu ersten Gesprächen in die Stadt kommen. Immobilienbesitzer und Gewerbetreibende würden sich dann mit den Fachleuten an einen Tisch setzen, um ein tragkräftiges Konstrukt zu erarbeiten, erklärte Rupp. Das gehe nicht von heute auf morgen, aber es sei eine Chance.

Überzeugungsarbeit bei skeptischen Einzelhändlern

Bürgermeister Christian Somogyi sagte dazu: „Die 45.000 Euro liegen auf dem Tisch. Die Stadt hat 30.000 Euro für das Citymanagement hingelegt, die können abgeholt werden. Die Stadt ist jetzt nur noch Akteur, die Einzelhändler sind gefordert.“

Das Citymanagement ist eine parallele Maßnahme zu der Beauftragung des Projektbüros. Das bedeutet, dass zumindest eine Person hauptamtlich nur dafür da ist, das Stadtmarketing in Gang zu setzten. Der Citymanager wird etwa durch einen Verein oder eine GmbH beauftragt und bezahlt. Zur weiteren Finanzierung sagte Somogyi: „Wer in der Stadt an das Konzept glaubt, muss sich beteiligen, denn für 30.000 Euro bekommt man keinen Citymanager.“

Der Vorstand Peter Zein leistete Überzeugungsarbeit bei den teilweise noch skeptischen Einzelhändlern: „Dass es geht, sieht man in Baunatal, da war es ähnlich wie bei uns.“ Dort sei der Weg beschritten worden, wie die Stadtallendorfer ihn jetzt gehen wollen. „Klappt das Konzept, verdienen alle daran, die Händler und die Immobilienbesitzer. Die Chance ist da, wir müssen sie ergreifen“, betonte er.

von Klaus Böttcher

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