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„Eigentlich haben wir Silberhochzeit“

Kreishandwerkerschaft ehrt Jubilare „Eigentlich haben wir Silberhochzeit“

Die Kreishandwerkerschaft Marburg ehrte mit Eva Breitstadt und Thomas Kreiter am Montag zwei „Urgesteine“ der Buch- und Steuerberatungsstelle.

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Die Jubilare Eva Breitstadt und Thomas Kreiter stoßen an – Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher (links), Ehrengäste und die Belegschaft der Kreishandwerkerschaft feiern mit.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Eva Breitstadt ist seit 25 Jahren für die Kreishandwerkerschaft (KH) tätig. Und Thomas Kreiter bringt es sogar auf 40 Jahre – da sei es nicht verwunderlich, „dass wir einige prominente Gäste haben“, sagte Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher.

Dementsprechend begrüßte er unter anderem die beiden Ehren-Kreishandwerksmeister Helmut Henkel und Horst Holzapfel. Und auch Hans-Jürgen Ziepprecht, der letzte „Buchstellenausschuss-Vorsitzende“, war gekommen, um den Jubilaren zu gratulieren.

Limbacher betonte, dass die Schaffung der Buch- und Steuerberatungsstelle ein Glücksfall für die Kreishandwerkerschaft sei – und die Mitarbeiter offensichtlich zufrieden seien, denn er habe schon vier Kollegen ehren oder in den Ruhestand verabschieden dürfen.

Rückblick auf vorsintflutliche Verhältnisse

Durch das doppelte Jubiläum kam es zu einer besonderen Szene: Thomas Kreiter dankte Eva Breitstadt – denn er ist ihr Vorgesetzter. „Als Du 1991 angefangen hast war ich gar nicht hier, weil ich drei Monate im Sauerland war und dich gar nicht feierlich begrüßen konnte. Aber das haben wir dann später nachgeholt“, sagte er.

Ihr Eintrittsjahr habe vor allem unter dem Eindruck der Wiedervereinigung gestanden. „Damals gab es noch so merkwürdige Dinge wie Schreibzimmer – und dort hast Du auch angefangen. Alles vorsintflutlich – heute sitzt Du in meinem Vorzimmer“, erinnerte Kreiter.

Die damalige Bürokauffrau habe sich stetig weiterentwickelt, heute betreue Eva Breitstadt einen festen Mandantenstamm in puncto Lohnabrechnung und Finanzbuchhaltung. „Ohne Dich würde auch bei uns nichts laufen – alle Mitarbeiter wären weg, weil sie kein Geld bekämen. Wir haben ja quasi heute Silberhochzeit – auf die nächsten 25 Jahre, wenn auch nicht mit mir“, sagte Kreiter.

Buchstelle von der 
Pike auf kennengelernt

Hans-Jürgen Ziepprecht betonte, dass die Jubilare häufig mehr Zeit in ihrem Job als zuhause verbrächten. Doch die lange Zugehörigkeit zur KH zeuge auch „von einer hohen Zufriedenheit mit Ihrer Arbeit“.

Thomas Kreiter habe noch die Räume in der Barfüßerstraße kennengelernt, denn erst 1977 erfolgte der Umzug in das heutige Gebäude. Begonnen hatte der Jubilar als Bürokaufmann, es folgten Weiterbildungen zum Bilanzbuchhalter in 1990, die Ernennung zum Leiter der Buchstelle 1993 und die Bestellung zum Steuerberater. „Sie haben in den 40 Jahren die Buchstelle der KH von der Pike auf kennengelernt und sie zu einer heute nicht mehr wegzudenkenden Institution gemacht, um die uns viele andere KHs beneiden“, sagte Ziepprecht.

KH-Geschäftsführer Meinhard Moog bezeichnete die Buch- und Steuerberatungsstelle als „kleines Vorzeige-Unternehmen“, nicht nur wegen hervorragender Zahlen, sondern auch wegen der „guten Stimmung unter den Mitarbeitern und dem Vertrauensverhältnis zu den Mandanten, das zum Teil schon seit Generationen besteht“. Dazu leiste jeder Mitarbeiter – nicht nur die Jubilare – schon seit langen Jahren seinen Beitrag.

von Andreas Schmidt

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