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Ehemalige bestaunen Neuheiten

Marburger Tapetenfabrik Ehemalige bestaunen Neuheiten

105 ehemalige Mitarbeiter der Marburger Tapetenfabrik kamen an ihre alte Wirkungsstätte nach Kirchhain und informierten sich über die Neuerungen im Betrieb.

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In der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain nutzten ehemalige Mitarbeiter die Gelegenheit, sich auszutauschen und Neues kennenzulernen.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Traditionell lädt die Firmenleitung der Marburger Tapetenfabrik ihre Rentner mit deren Partnern alle drei Jahre in das Werk ein. Der geschäftsführende Gesellschafter Ullrich­ ­Eitel begrüßte seine Gäste und sagte: „Es ist eine großartige­ ­Situation, so viele Ehemalige­ wiederzusehen.“ Er erinnerte­ an das letzte Treffen, als man kurz nach dem verheerenden Brand teilweise noch über Baustellen gehen musste. „Heute­ können Sie alle Neuerungen ­sehen“, versprach Eitel und erklärte, was sich im Betrieb alles verändert habe.

Dazu zählten neue Maschinen, Veränderungen bei Gebäuden oder der Technik sowie ein Einblick in die neue Kollektion. Die LED-Tapete würden die meisten nicht mehr kennen, meinte Ullrich Eitel und zeigte dazu einen kurzen Film. In die Tapete sind kleine LED-Strahler beispielsweise in Sternform integriert, die auch gedimmt werden können. Ebenso neu sei das Karat-Modell, bei dem der Kunde sich die Motive auf der Tapete durch die Anordnung von funkelnden Deko-Elementen selbst gestalten könne.

Auch die „Air Fresh-Tapete“ präsentierte Eitel. Und erklärte,­ dass Geruchsmoleküle zur ­Decke aufstiegen, die dort von der Tapete zerstört würden. Die meisten Geruchsmoleküle, wie Nikotin, Formaldehyd oder Ammoniak, würden in Einzelteile zerlegt. Es blieben Wasser und Kohlendioxid übrig und es entstehe frische Luft. Auch den antibakteriellen Wandbelag „Keimex“, der aktiv Keime und Bakterien bekämpft und reduziert (die OP berichtete), stellte der Geschäftsführer vor.

Beim Rundgang durch den Betrieb waren die Ehemaligen oftmals erstaunt, was sich alles verändert hat. So war beispielsweise für die meisten der Mischpalettenbahnhof – auch Kommissionierbahnhof genannt – neu. Dort werden die Waren computergesteuert kundenbezogen aus dem Lager über lange Rollenbahnen zu einem der 24 „Bahnsteige“ gesteuert. Mussten die Zusammenstellungen und die Transporte der Kartons früher mit Hand erledigt werden, so müssen die Mitarbeiter heute nur noch das Packen vom Bahnsteig auf die Palette von Hand erledigen. Mit einem weiteren kurzen Weg geht es per Hubwagen direkt auf den Lkw.
Die Ehemaligen nutzten den Besuch auch, die „alten Zeiten“ beim Kaffeetrinken Revue passieren zu lassen.

von Klaus Böttcher

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