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Drei Schornsteinfeger gehen in den Ruhestand

Landkreis verabschiedet Handwerksmeister Drei Schornsteinfeger gehen in den Ruhestand

Im Landratsamt wurden drei verdiente Handwerksmeister in den Ruhestand verabschiedet, die die Kreisgruppe der Bezirksschornsteinfegermeister über Jahrzehnte mitgeprägt haben.

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Axel Bretthauer (Kreisobmann der Schornsteinfeger, von links), Fritz Spies, Reiner Fischer (Kreisverwaltung), Walter Strube, Ottfried Engelbach (Kreisverwaltung), Jürgen Moll sowie Klaus Wagner, (stellvertretender Kreisobmann der Schornsteinfeger).

Quelle: Landkreis

Marburg. Drei verdiente Handwerksmeister des Landkreises gehen in den Ruhestand: Jürgen Moll, Fritz Spies und Walter Strube.

Bezirksschornsteinfegermeister Jürgen Moll aus Sarnau wurde am 22. Dezember 1989 durch den damaligen Ersten Kreisbeigeordneten Rainer Baake für die Dauer eines Jahres auf Probe mit Handschlag auf den damaligen Kehrbezirk S 1, Stadt Marburg, verpflichtet. Die endgültige Bestellung erfolgte dann am 7. Januar 1991.

Moll hat diesen Kehrbezirk bis zu seinem Ausscheiden verwaltet. Den Beruf des Schornsteinfegers erlernte er in den Jahren 1966 bis 1969, die Meisterprüfung legte er am 10. September 1976 erfolgreich ab. Am 1. Dezember 2016 konnte er somit auf beeindruckende 50 Jahre als Schornsteinfeger zurückblicken. In der Kreisgruppe Marburg war er von 1993 bis 2003 Schriftführer.

Bezirksschornsteinfegermeister Fritz Spies durchlief seine Lehrjahre zum Schornsteinfeger in den Jahren 1968 bis 1971. Seine Meisterprüfung fand am 5. September 1975 statt. Am 1. Juli 2015 war er 25 Jahre Bezirksmeister. Am 29. Juni 1990 erhielt Spies seine Bestellungsurkunde von Baake; wie immer zunächst für ein Probejahr. Endgültig bestellt wurde Spies dann auf ­seinen damaligen Kehrbezirk S 6, Stadt Marburg, am 26. Juni 1991 durch den damaligen Kreisbeigeordneten Thomas Naumann. Spies hat, wie Moll, seinen Kehrbezirk nie verlassen.

„Vater-Sohn-Übergabe“
 in der Familie Strube

Bezirksschornsteinfegermeister Walter Strube wurde ebenfalls von Rainer Baake am 30. März 1987 die Urkunde auf Probe für den damaligen Kehrbezirk Nr. L 9 mit Dienstsitz in Wetter (heute MR 17 im Landkreis Marburg-Biedenkopf) verpflichtet. Seine endgültige Bestellung auf diesen Bezirk erfolgte nach Ablauf seines Probejahres am 6. April 1988.

Seine Lehrzeit zum Schornsteinfeger war von 1966 bis 1969. Fünf Jahre später, am 21. August 1974, absolvierte Strube seine Meisterprüfung. Er feierte am 1. April 2012 bereits sein 25-jähriges Jubiläum als Bezirksmeister und war am 1. April 2016 ebenfalls 50 Jahre als Schornsteinfeger tätig. Als Kreismeister, vorher schon zehn Jahre als Stellvertreter, hat Strube die Kreisgruppe der Bezirksschornsteinfegermeister von 1998 bis 2003 geführt. Er unterrichtete an der Berufsschule für Schornsteinfeger in Bebra und gehörte vor diesem Hintergrund zum ­erweiterten Innungsvorstand der Schornsteinfegerinnung Kassel.

Seinen Kehrbezirk wird übrigens als Nachfolger sein Sohn Christoph Strube übernehmen. Diese „Vater-Sohn-Übergabe“ ist zwar nicht einmalig, sei aber dennoch immer etwas Besonderes, berichtet der Landkreis. Die Aufsichtsbehörde freue sich in diesem Fall mit der Familie Strube.

Der Landkreis verliere mit den drei Ruheständlern außerordentlich engagierte Vertreter ihrer Zunft. Sie seien alle mit Leib und Seele Schornsteinfeger, heißt es in der Pressemitteilung zur Verabschiedung. ­Alle drei hätten „die großen Veränderungen im Schornsteinfeger­wesen, die ab Januar 2013 gesetzlich vorgegeben wurden, nicht nur angenommen, sondern als Herausforderung begriffen und vorbildlich bis zu ihrem Dienstende umgesetzt“.

 
 
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