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Die „neue Arbeit“ im Praxistest

„New Work Campus“ von Xing Die „neue Arbeit“ im Praxistest

Um zu zeigen, wie neue Arbeitsformen aussehen können und wie alle 
Beteiligten davon profitieren können, findet am Dienstag der „Xing New Work Campus Mittelhessen“ in Marburg statt.

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Bei den „New Work Sessions“ des Karrierenetzwerks Xing geht es darum, neue Arbeitsmodelle ganz praktisch zu erleben.

Quelle: privat

Marburg. Die Zeiten des „normalen Bürojobs von acht bis fünf“ scheinen gezählt: Durch die Digitalisierung und den damit verbundenen Wandel der Kommunikation hat sich nicht nur in der neuen Generation der Arbeitnehmer, sondern auch bei immer mehr Unternehmen die Einstellung zur Arbeit gewandelt.

Wichtig ist es dabei nicht mehr, in Büros die „Zeit abzusitzen“, sondern vereinbarte Ziele zu erreichen – egal, von wo oder ob in 40 Stunden pro Woche – oder schon in 30. Durch Cloud-Computing, Smartphone, Laptop und Co. spielen Home-Office, Vertrauensarbeitszeit und flexible Arbeitsmodelle eine immer größere Rolle.

Die „New Work Sessions“ von Xing setzen sich mit diesen Umwälzungsprozessen der Arbeitswelt auseinander und sind ein an Bar Camps angelehntes Veranstaltungsformat, das all diejenigen zusammenbringt, die neue Formen der Arbeit kennenlernen und leben möchten. Sind sonst Metropolen die Veranstaltungsorte, findet nun erstmals am Dienstag, 6. Dezember, eine „New Work Session“ in Marburg statt – und zwar im Congresszentrum der DVAG.

„Mittelhessen ist  eine spannende Region“

Regionalpartner der „New Work Session“ sind unter anderem die Region Mittelhessen, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen sowie zahlreiche regionale Unternehmen und Institutionen.

Wolfram Sauer, Mitglied des „New Work Teams“ der Xing AG erklärt: „In Marburg erleben wir eine Premiere. Zum ersten Mal haben wir Praktiker, Studierende und Firmen eingeladen, zusammen an Aufgabenstellungen zu arbeiten und dabei neue Arbeitsmethoden auszuprobieren“. Davon würden alle Seiten profitieren: Die Talente und Mitarbeiter von morgen lernten „New Work“ hautnah kennen, knüpften Kontakte und könnten sich potenziellen regionalen Arbeitgebern präsentieren. Unternehmen könnten neue Methoden ausprobieren, Talente entdecken und erhielten kreative Lösungsvorschläge für ihre Herausforderungen.

Für Sauer ist klar: „Mittelhessen ist eine unheimlich spannende Region mit zahlreichen Champions, die wirklich innovativ sind und spannende Ansätze verfolgen.“ Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, Unternehmer, New Worker und auch Studierende zusammenzubringen, „um Themen aus verschiedenen Richtungen denken und sehen zu können“.

Letztendlich sei „New Work“ auch die Möglichkeit, „Talente, die es in der Region gibt, zu entwickeln und zu behalten“, sagt Sauer. „Denn darum müssen sich Unternehmen verstärkt Gedanken machen.“ „New Work“ sei eine Facette einer neuen Unternehmenskultur, „weil sie Innovation freisetzt – und zwar durch agile, dynamische Arbeitsmethoden, die das ganze Unternehmen als Einheit sehen. Das ist das Spannende an der neuen Arbeitswelt“, verdeutlicht Sauer.

Interaktive Workshops

Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH ergänzt: „Es ist für alle Unternehmen nötig, sich mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen. Als Regionalmanagement sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Arbeitgeber unserer Region bei dieser Herausforderung zu unterstützen.“

Der „New Work Campus Mittelhessen“ bringt am 6. Dezember Vordenker, Unternehmen und künftige Arbeitnehmer zusammen und bietet ein Forum, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Die Teilnehmer lassen sich unter dem Titel „Are you ready?“ zunächst von 13 Persönlichkeiten inspirieren, die zeigen, wie Arbeit neu und innovativ gelebt und organisiert werden kann. Darunter Ali Mahlodji – Storyteller und Gründer von „whatchado“, Mitarbeiter von Heermann-Maschinenbau, Lydia Schültken – Autorin des Bestsellers „Management Y“ und Max Orgeldinger – digitaler Vordenker bei der Agentur des Jahres 2014, TLGG.

In anschließenden interaktiven Workshops entwerfen die Teilnehmer mit modernen Arbeitsmethoden gemeinsam Prototypen für zukünftiges Arbeiten und bilden Netzwerke. Sieben Unternehmen haben dafür Aufgabenstellungen aus der Praxis formuliert. Dabei steht nicht allein das Ergebnis im Vordergrund, sondern auch der gemeinsame Weg dorthin. Das erarbeitete Resultat soll Teilnehmern und Unternehmen Denkanstöße und Motivation für weitere Prozesse bieten.

von Andreas Schmidt

 
 
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