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„Die junge Pflanze wächst bereits“

VR Bank Hessenland „Die junge Pflanze wächst bereits“

Während des Bilanz-Pressegesprächs hatte der Vorstand der VR Bank Hessenland angekündigt, auch verstärkt auf dem Immobilienmarkt zu agieren. Im Vorfeld ging die Bank nun eine Partnerschaft mit einer Hausverwaltung ein.

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Wigbert Hill (von links), Kai Herch und Helmut Euler präsentierten das neu gegründete Unternehmen – das Logo prangt bereits auf der Leuchtstele im Vorraum der Kirchhainer Filiale.

Quelle: Andreas Schmidt

Kirchhain. „Aufgrund der gesamten Zins-Malaise, die uns von der Europäischen Zentralbank beschieden wird, wollen wir zusätzliche Felder betreten – und eines davon ist das Immobilienportfolio“, sagt Vorstandsvorsitzender Helmut Euler. Dieses wolle man „Stück für Stück aufbauen, es gibt bereits viele interessante Gespräche“, so Euler. Den An- und Verkauf von Immobilien hat das Unternehmen schon lange Zeit in Zusammenarbeit mit „MSI Mike Schneider Immobilien“ angeboten.

Losgelöst davon, aber gleichzeitig mit dem Thema verwandt sei bereits im späten Herbst der Gedanke aufgekommen, dass es für die Kunden sinnvoll sei, auch das Leistungsspektrum einer Hausverwaltung mit anzubieten.

„Während des Wirtschaftstags in Frankfurt kamen wir ins Gespräch mit Wigbert Hill“, erzählt Euler – der 68-Jährige hat seine Hausverwaltung über viele Jahre hinweg aufgebaut und stand vor der Überlegung, ob das 
Unternehmen weiter wachsen solle oder er es abgebe. Schnell waren sich Bank und Unter­nehmen einig: Sie gründeten die „Hausverwaltung Wigbert Hill GmbH“, die laut Euler bewusst den Namen des Gründers trage, „weil er die Wurzel des Unter­nehmens ist und er über lange 
Jahre hinweg ein vertrauens­volles Verhältnis zu den Kunden aufgebaut hat.“

Kunden möchten gerne das „Rundum-sorglos-Paket“

Hill genieße eine hervorragende Reputation – das sei der Bank besonders wichtig gewesen. „Wir sind überzeugt, dass seine Reputation gut zu unseren genossenschaftlichen Grundwerten passt“, verdeutlicht der Vorstandsvorsitzende. Hill bringe seine umfangreiche Erfahrung und sein Team in das neue Unternehmen ein – und seinen Schwiegersohn Kai Herch, der zweiter Geschäftsführer ist. „Aus Sicht der Bank haben wir mit Gründung der GmbH sofort das Know-how, unseren rund 72.000 Kunden nun das Thema Hausverwaltung anzubieten“, sagt Euler.

Dabei spiele das Thema Vertrauen eine entscheidende Rolle. „Kunden, die Immobilien als Bestandteil ihrer Kapitalanlage 
ansehen, haben meistens den Anspruch, ein Rundum-
sorglos-Paket zu bekommen – das können wir nun aus einer Hand anbieten.“ Zudem könne die Akquise über die Kundenberater erfolgen. Denn: „Das Ziel ist, die GmbH nun auch zügig ins Wachsen zu bekommen.“ Erste Reaktionen seien bereits sehr positiv verlaufen, seit April habe es bereits Kontakte zu rund 100 Wohnungseinheiten gegeben. „Der Markttest ist bestanden, die Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen“, resümiert Euler, „die junge Pflanze wächst bereits.“

Schwiegersohn wechselt vollzeit in die neue GmbH

Hill habe bereits seit 20 Jahren Dienstleistungen rund um die Hausverwaltung angeboten 
und sich in dieser Zeit einen guten Ruf erworben. „Wir verwalten derzeit rund 550 Wohneinheiten“, erläutert er. Dabei habe man Hausverwaltungen in Stadtallendorf, Marburg, Darmstadt, Ziegenhain und sogar in München. „Wir betreuen beispielsweise die größte Wohnungseigentümergemeinschaft des Landkreises – und zwar die in der Chemnitzer und Dresdner Straße in Stadtallendorf mit 174 Einheiten“, sagt er. Diese habe er vor acht Jahren „unter schwierigen Bedingungen übernommen – heute haben wir einen guten Stand und viel mit den Eigentümern investiert“, sagt Hill.

So werde in diesem Jahr das letzte Haus der WEG mit Vollwärmeschutz versehen – eine Investition von rund 140.000 Euro –, „das geht nur, wenn die Eigentümergemeinschaft der Hausverwaltung vertraut.“ Insgesamt sei in den vergangenen Jahren gut eine Million Euro in die Objekte dort eingeflossen.

Hill war ein Vierteljahrhundert lang bis vor zwei Jahren Betreiber der Hessenhalle in Alsfeld, betreute die Wohnungen nebenberuflich. Auch sein Schwiegersohn Kai Herch sei nebenberuflich „schon ein paar Jahre dabei und erstellt die Abrechnungen“. Nun steige Herch vollzeit als zweiter Geschäftsführer – neben Hill – in das Unternehmen ein.

Für die bisherigen Kunden ändere sich nichts: Die vertrauten Ansprechpartner im vierköpfigen Team blieben erhalten und die Mandate würden über die „Hausverwaltung Wigbert Hill GmbH“ wie bisher betreut.

von Andreas Schmidt

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