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Die halbe Million ist längst geknackt

Marburg-Gutschein Die halbe Million ist längst geknackt

Seit zweieinhalb Jahren gibt es den Marburg-Gutschein. In dieser Zeit wurde er rund 30000 Mal verkauft und hielt somit die Kaufkraft von etwa 560000 Euro in den heimischen Geschäften.

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Initiatoren, Verantwortliche und Geschäftsleute stießen gestern zum Überschreiten der 500.000-Euro-Marke gemeinsam auf den Erfolg des Marburg-Gutscheins an.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Wir wollen heute eine Umsatzgrenze von 500000 Euro feiern“, sagte Klaus Hövel vom Stadtmarketing Marburg (ehemals Markt- und Aktionskreis) gestern im Café am Markt - nur um gleich hinzuzufügen: „Wenn ich das jetzt sage, ist das aber gleich schon wieder Makulatur.“ Denn seit dem Verschicken der Einladungen bis gestern hatte der Gutschein noch einmal 60000 „draufgepackt“.

Hövel erläuterte, dass der Gutschein mittlerweile in 117 Geschäften eingelöst werden könne, „vom Buchladen bis zur Tankstelle, vom Schuhladen bis zur Gastronomie. Das ist der Mix, der den Bürgern Spaß macht“, so Hövel. Deshalb sei der Gutschein auch so erfolgreich.

Gutschein dient Kaufkraftbindung

Vor etwa drei Jahren entwickelte der Markt- und Aktionskreis (MAK) den Geschenkgutschein.

Nach der Konzeptentwicklung und Absprachen im MAK-Vorstand erarbeitete der MAK-Vorsitzende Klaus Hövel gemeinsam mit dem Projektleiter Peter Mannshardt die Idee weiter. „Wir wollten über die Veranstaltungen hinaus andere Marketingwege beschreiten“, berichtet Hövel. „Der Marburg-Gutschein bot uns die Möglichkeit, etwas für die Kaufkraftbindung in Marburg zu tun und gleichzeitig unseren Mitgliedern eine erweiterte Marketingkompetenz zu zeigen.“ Viele Gespräche mit möglichen Partnern fanden statt. Organisatorisches, wie die Layout-Entwicklung, die Fälschungssicherheit und die Suche der passenden Druckerei folgten. Im September 2011, rechtzeitig zum Oktoberfest im Kaufpark Wehrda, sei der Gutschein dann an den Start gegangen.

Zwei Drittel sind bereits wieder eingelöst

Hövel verdeutlichte, dass jeden Tag rein rechnerisch etwa 580 Euro Gutschein-Umsatz gemacht würden. Und von den bisher ausgegebenen Gutscheinen, die in den Stückelungen zu 10, 20 und 50 Euro erhältlich seien, wären mittlerweile zwei Drittel wieder eingelöst worden - haben also zwischen 380000 und 390000 Euro in die Kassen der Marburger Geschäftsleute gespült.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) habe die Idee von Anfang an unterstützt, betonte Hövel. Der OB betonte dann auch, dass man „viel arbeiten müsse, um Erfolg zu haben. Wenn man den Erfolg dann hat, darf man sich auch freuen“, sagte er.

Die Idee sei im Endeffekt sehr erfolgreich, man habe es verstanden, auf die Wünsche der Kunden einzugehen, „sonst würde der Gutschein nicht gekauft“, ist sich Vaupel sicher.

Gute Geschäfte ausschlegebend für Erfolg

Auch die Geschäftsleute sind vom Marburg-Gutschein überzeugt. So sagt Manfred Jannasch von der Interessengemeinschaft Südviertel: „Entscheidend für den Erfolg des Gutscheins sind die Geschäfte in Marburg. Wären die nicht so gut, würde der Gutschein nicht diesen Erfolg erfahren.“ Petra und Dirk Steinmetz vom Schuhhaus Steinmetz berichteten, dass sie zunächst mit „gemischten Gefühlen“ die Teilnahme zugesagt hätten. Doch mittlerweile seien sie sehr positiv überrascht, der Gutschein biete mit seinem sehr flexiblen Konzept auch die Möglichkeit „neue Kunden und Besucher zu gewinnen“.

Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann will indes die Vermarktung weiter vorantreiben - auch wenn er zugibt: „Ich lege mich in ein gemachtes Nest, es wurde hervorragende Vorarbeit geleistet.“ Sein Ziel ist es jedoch, weitere Verkaufsstellen zu etablieren. Denn bisher ist der Gutschein lediglich bei der Sparkasse, der Volksbank und im Tourismusbüro zu erhalten. Dadurch klaffe etwa eine Lücke im Kaufpark Wehrda.

Röllmann ist sich aber auch sicher: „Es wird keine zwei weiteren Jahre dauern, bis wir die Million erreichen.“

von Andreas Schmidt

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