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Die Zukunft liegt in der „Datenwolke“

IT-Symposium von Pharmaserv Die Zukunft liegt in der „Datenwolke“

Cloud-Computing ist ein aktuelles Thema. 60 Vertreter regionaler Unternehmen kamen kürzlich in den Hörsaal von Pharmaserv, um sich über diesen Trend zu informieren und auszutauschen.

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Das Unternehmen Pharmaserv veranstaltete ein regionales IT-Symposium zum Thema Cloud-Computing.

Quelle: dpa

Marburg. Cloud-Computing ist endgültig in Deutschland angekommen. Rund 75 Prozent der deutschen Unternehmen planen, implementieren oder setzen Cloud-Services und Technologien bereits ein, so die Informationen von Pharmaserv. Dabei spielten sogenannte Hybrid- und Multi-Cloud-Infrastrukturen eine zentrale Rolle, um die Integration auf Daten-, Anwendungs- und Prozessebene sicherzustellen.

Der deutsche Markt habe sich im internationalen Vergleich in der Vergangenheit etwas langsamer entwickelt. Ein Grund dafür liege in dem Sicherheitsbedürfnis deutscher Unternehmen. Ein weiterer Grund sei, dass nachhaltige IT-Veränderungen in Dekaden und nicht in ein paar Jahren oder Monaten vollzogen würden.

Bei den Entscheidern, die während der Entstehungszeit des Cloud-Computings noch auf herkömmliche Lösungen gesetzt hätten, liefen die Abschreibungszeiträume und IT-Lebenszyklen nun aus. Wo jetzt Hard- und Software-Lösungen ersetzt werden müssten, rückten Cloud-Services in den Fokus für den IT-Betrieb.

Die „Wolke“ bietet Firmen eine erhöhte Flexibilität

Aus diesem Trend entwickelte sich die gemeinsame Idee eines Symposiums. „In Gesprächen sind wir uns darüber einig geworden, eine Plattform zu schaffen, um für regionale Unternehmen praxisbezogene Impulse zu geben“, so die Initiatoren Frank Geus, Geschäftsführer von Bestserv, und Wolfgang Kuhl, Leiter der IT-Abteilung bei Pharmaserv. Die beiden Marburger Firmen arbeiten bereits länger zusammen an dem Thema Cloud.

Dass das Thema momentan den Nerv trifft, wurde durch die Vorträge deutlich. Frank Geus befasste sich mit der Private und Public Cloud und erklärte, was sich hinter einer Hybrid-Cloud verbirgt. „Der Benutzer merkt dabei nicht mehr, von welchen Systemen der Dienst angeboten wird, auf den er gerade zugreifen möchte“, sagte er – dies sei für den Anwender auch unerheblich, ebenso, wie der Standort des Rechenzentrums.

Die garantierte Verfügbarkeit, Sicherheit und Flexibilität seien im Vergleich zu einer lokalen Lösung weitaus höher. Darüber hinaus könne immer auf aktuellste Produkte zurückgegriffen werden – inklusive der zugehörigen Lizenzierung.

Leistungsspitzen können abgefangen werden

„Für Cloud-Computing spielt der Breitbandausbau in Deutschland eine wichtige Rolle“, erläuterte Wolfgang Kuhl in seinem Vortrag und skizzierte die Versorgung in Marburg und im Landkreis. „Wir müssen uns nicht vor den Ballungsgebieten verstecken“, so Kuhl. In seinem Vortrag stellte er das moderne Data-Center auf dem Gelände der Behringwerke vor. Während der anschließenden Führungen wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema Sicherheit genießt. Insbesondere für Unternehmen aus der Region ist dies von Interesse, da Pharmaserv der einzige Anbieter dieser Art in Mittelhessen ist.

Carola Pantenburg, Geschäftsführerin von Skilllocation, stellte Cloud-Computing aus Sicht von Microsoft vor. „Der Anteil des Anbieters liegt bereits bei 90 Prozent weltweit“, so Pantenburg. Neben einer vorhandenen breiten Kundenbasis in Deutschland verfügt Microsoft über den Vorteil, alle Betriebsmodelle zu unterstützen. Neben einer „Public Cloud“ stehen Hosted-Modelle bereit, die für Unternehmen in einem hybriden Szenario enden können.

Carola Pantenburg lieferte viele Beispiele in Form von Live-Demos. Unter anderem brachte sie die rechtliche Seite und den Dokumentenschutz auf den Prüfstand und stellte die Übereinstimmung mit deutschen Gesetzen und Regelwerken heraus. Cloud-Computing ermögliche das Abfangen von Leistungsspitzen, flexibles Agieren und höhere Verfügbarkeit der Server. Sie stellte abschließend die rhetorische Frage, ob es noch zeitgemäß für Unternehmen sei, Server und Software anzuschaffen.

von unseren Redakteuren

 
Organisatoren und Redner des ersten Regio-IT-Symposiums in Marburg: Frank Geus (von links) und Peter Althaus, Geschäftsführer von Bestserv, Carola Pantenburg von Microsoft und Wolfgang Kuhl, IT-Leiter von Pharmaserv. Privatfoto
 
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