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Die Untersuchungen ziehen sich hin

Eisengießerei Fritz Winter Die Untersuchungen ziehen sich hin

Die Ermittlungen im Falle eines der Bestechlichkeit verdächtigten ehemaligen Mitarbeiters der Eisengießerei Fritz Winter dauern an. Mit einer Anklage ist laut Staatsanwaltschaft frühestens im dritten Quartal zu rechnen.

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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt weiter gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Eisengießerei Fritz Winter in Stadtallendorf. Dieser soll über längere Zeit Schmiergelder für die Vergabe von Wartungsarbeiten angenommen haben.

Quelle: Katharina Kaufmann

Stadtallendorf. „Die Ermittlungen dauern noch an, es gab inzwischen weitere Durchsuchungsmaßnahmen. Es stehen weitere Vernehmungen an“, informierte Doris Möller-Scheu, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, die seit gut einem Jahr mit den Ermittlungen betraut ist, auf Nachfrage der OP. Sollte es zu einer Anklage kommen, sei damit frühestens im dritten Quartal dieses Jahres zu rechnen.

Über einen längeren Zeitraum hinweg soll ein 48-jähriger leitender Angestellter der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG Schmiergelder dafür genommen haben, dass er Wartungsaufträge an ein bestimmtes Unternehmen vergeben haben soll, ohne sie vorher auszuschreiben. Anfang Dezember des Jahres 2009 war Haftbefehl wegen gewerbsmäßiger Bestechlichkeit gegen den Mann aus einem Stadtallendorfer Stadtteil erlassen worden. Dieser wurde aber gegen die Zahlung einer Kaution ausgesetzt. Die Eisengießerei Fritz Winter entließ den leitenden Angestellten Ende Dezember fristlos.

„Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, kann ein Ergebnis noch nicht festgestellt werden“, erklärte Möller-Scheu, was bei den Untersuchungen bislang herausgefunden wurde.
Die Staatsanwaltschaft Marburg, die den Fall Anfang 2010 an die Staatsanwaltschaft Frankfurt und die dortige Zentralstelle zur Bearbeitung von Korruptionsfällen abgegeben hatte, hatte bereits in alle Richtungen ermittelt und auch Betrug nicht ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wird laut Möller-Scheu bei Korruption ab einer bestimmten Größenordnung eingesetzt. Dabei könne es sich um mehrere Beschuldigte, größere Summen oder einen längeren Tatzeitraum handeln, so die Sprecherin gegenüber der OP.

von Katharina Kaufmann

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