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Die T-Shirts bleiben noch hängen

Handel Die T-Shirts bleiben noch hängen

Bonbonfarben, Blumenmuster, Batikmotive: Die Frühjahrsmode ist bunt und will gute Laune hervorbringen. Einzig und allein das dazu passende Wetter fehlt.

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Die Frühjahrsmode 2013 ist farbenfroh. Kurzärmlige Mode ist derzeit aber noch kein Verkaufsrenner.Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Den Kunden geht es wie uns allen“, sagt Bernd Brinkmann, Inhaber des Kaufhauses Teka in Marburg. „Wir haben den Winter satt“. Satte Farben wären eine Alternative - fürs Auge und Wohlbefinden. Das frostige Wetter dämpft die Lust aufs Einkaufen von Frühjahrsmode, das spüren die Händler deutschlandweit. „Wir sind nicht überschwänglich zufrieden mit dem Geschäft bisher aber auch nicht in tiefe Depression verfallen“, sagt Bernd Brinkmann. Allerdings, so räumt er ein, wäre die Bereitschaft, Frühjahrsmode zu kaufen, bei frühlingshaftem Wetter noch größer. „Die kurzärmligen Kleidungsstücke werden wenig gekauft, die farbigen Hosen kommen dagegen schon sehr gut an“, so Brinkmann.

„Wir haben eine fantastische farbenfrohe Mode, die in eine Frühjahrsstimmung passt“, sagt Peter Ahrens, Inhaber des Kaufhauses Ahrens in Marburg. Da die Stimmung nunmal bei Minustemperaturen derzeit nicht aufkomme, sei der Saisonauftakt für die ganze Branche unbefriedigend. „Modeeinkauf hat etwas mit Stimmung zu tun“, ergänzt Ahrens.

Große Hoffnung auf den Monat April

„Wir setzen große Hoffnungen auf den Monat April.“ Denn man müsse die Monate April und März zusammen betrachten, um das Geschäft mit der Frühjahrsmode zu beurteilen. Auch die Händler in der Oberstadt blicken gespannt auf den April. Am ersten Ferientag nach Ostern sei die Oberstadt belebt gewesen, sagte gestern Klaus Reinauer vom Modegeschäft „Soho“. Er bleibe daher optimistisch. „Der Frühling kommt bestimmt noch, uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten“.

Neonfarbene T-Shirts, pastellfarbene Pullover, Hosen mit Batikdruck oder Blumenmustern - in diesem Frühjahr hat die Mode sehr viel zu bieten. „Die Verkaufsfläche ist bunt wie ein Bonbonglas“, beschreibt Gerhard Petri, Einkäufer für Damenoberkleidung im Modehaus Begro in Wehrda. „Den Kunden gefällt das, auch ältere Frauen tragen gern farbige Hosen. Aber der der letzte Kick, das Frühlingswetter fehlt noch“, sagt Petri. Sobald die Frühlingstemperaturen kommen, werde der Ansturm kommen, sind sich Petri und seine Kollegen sicher. „An den wenigen Tagen, als es sonnig war, ging es mit der Zahl der Verkäufe steil nach oben“, so Petri.

An Rabattaktionen oder Preisnachlässe denkt derzeit kein Händler - dafür ist es noch zu früh. Das Gute an dem langen Winter - die warmen Kleidungsstücke sind restlos ausverkauft. Am verkaufsoffenen Sonntag „Marburger Frühling“ hätten Kunden Handschuhe gekauft und noch im Geschäft angezogen, berichtet Brinkmann.von Anna Ntemiris

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