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Deutsches Grünes Kreuz macht Kurzarbeit

Marburg Deutsches Grünes Kreuz macht Kurzarbeit

Um rund 30 Prozent wurde die Arbeitszeit von etwa 20 bis 30 Mitarbeitern des Deutschen Grünen Kreuzes und mehrerer Tochterunternehmen in Marburg gekürzt.

Marburg. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) hat Kurzarbeit angemeldet. Das bestätigte gestern die Pressestelle nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung gegenüber der OP.

Etwa die Hälfte der Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins und der beiden Tochterunternehmen medialog und proprewenta GmbH sind von der Kurzarbeit betroffen. Diese resultiert nach Angaben von Pressesprecher Gerolf Nittner aus der derzeit schlechten Auftragslage des DGK. „Wegen der Wirtschaftskrise nehmen eben auch weniger Unternehmen unsere Angebote wahr, sobald die Auftragslage wieder besser ist, wird auch die Kurzarbeit eingestellt“, so Nittner auf Nachfrage der OP. Wie lange das dauere könne er allerdings jetzt noch nicht sagen.

Neben den beiden Tochterunternehmen des DGK sind laut Nittner auch die Grafik- und die Versandabteilung des Vereins selbst betroffen. Die Arbeitszeit von etwa 20 bis 30 Mitarbeitern sei um 30 Prozent reduziert worden.

„Momentan verhandeln wir mit vielen neuen potenziellen Auftraggebern“, berichtete Gerolf Nittner. Alle angenommen Aufträge würden wie vereinbart erfüllt. Die Kurzarbeit sei nur eine Anpassung an die derzeitige Auftragslage wie es bei Indus trieunternehmen auch der Fall sei.

Das Deutsche Grüne Kreuz mit Hauptsitz im „Kilian“ in Marburg informiert seit dem Jahr 1948 über gesundheitliche Prävention und propagiert Ideen zur Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten.

Zuletzt rückte der gemeinnützige Verein in das Licht der Öffentlichkeit, weil in der ARD-Fernsehsendung „Report Mainz“ behauptet wurde, dass Kunden des DGK, insbesondere Pharmakonzerne und Hersteller von medizinischen Geräten, Einfluss auf die vom DGK veröffentlichten Informationen nehmen würden. Geschäftsführer Hans von Stackelberg hatte das dementiert.

von Katharina Kaufmann

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Der Kilian, rund 40 Jahre lang SItz des Deutschen Grünen Kreuzes, soll wegen der Insolvenz der Tochterunternehmen des Vereins verkauft werden.

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