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Der erste Auftritt im Internet

Schule Der erste Auftritt im Internet

Eine gute Bewerbung ist der erste Schritt, dem Praktikum oder der Ausbildung näher zu kommen. Im Projekt „Online Schritte zu Beruf und Praktikum“ haben Schüler gelernt, eine Bewerbungsseite zu erstellen.

Marburg. Anna-Lena weiß genau, wie sie später ihr Geld verdienen will: als Heilerziehungspflegerin. Um ihrem Berufswunsch einen Schritt näher zu kommen, hat die 15 Jahre alte Schülerin der Friedrich-Ebert-Schule an dem Projekt „Online Schritte zu Beruf und Praktikum“ teilgenommen.

Die Schule hat das Bewerbungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der Jugendförderung und dem Jugendbildungswerk der Stadt Marburg angeboten. 13 Schüler der achten Klassen haben ihre eigenen Bewerbungsseiten erstellt. Eine Woche lang waren sie dafür im Haus der Jugend, um mit ihrer Lehrerin Jeanette Wasser, Anne Gladigau vom Jugendbildungswerk und vier Teamern zu lernen, wie sie eine Internetseite gestalten und mit Inhalten füllen.

„Wir wollten die Themen Online-Medien und Berufsorientierung verknüpfen“, sagt Jeanette Wasser, die das Projekt leitet. Das Internet ist den Schülern nicht fremd, die meisten sind mit Sozialen Netzwerken und Online-Diensten vertraut. Einen Internetauftritt hatte aber noch niemand erstellt.

Ziel sei es, die Suche nach dem ersten Schulpraktikum und später nach einem Ausbildungsplatz zu erleichtern, sagt Wasser, die unter anderem das Fach „Berufsorientierung“ unterrichtet, das an der Friedrich-Ebert-Schule von der fünften Klasse an, angeboten wird.

Klare Ziele für die Zukunft

Wasser sieht darin einen großen Erfolg: „Die spezifischen Berufswünsche zeigen, dass sie sich schon früh mit ihrer Zukunft auseinandersetzen und sich ernsthaft Gedanken machen.“ Die Präsentationen zeigen, dass die Bewerbungsseiten der Schüler so unterschiedlich sind wie ihre Berufswünsche. Auch Flavio weiß, was er sich für seine berufliche Zukunft wünscht: Der 15 Jahre alte Schüler möchte IT-Fachinformatiker werden. Wobei er sich vor allem für „Systemintegration“ interessiert. „Ich bastele nun mal gerne mit Hardware“, sagt Flavio und grinst. Der Aufbau der Bewerbungsseiten ist so unkompliziert wie möglich gehalten. Schließlich wollen die Bewerber inhaltlich überzeugen. Auf der Startseite ist ein Hintergrundbild und ein Bewerbungsfoto. In einer Menüleiste kann der Besucher Rubriken anwählen, wie etwa „Anschreiben“, „Lebenslauf“, „Über mich“ oder „Kontakt“. Anna-Lenas Seite verrät sofort, für was sie sich begeistert: Auf der Startseite erscheint im Hintergrund ein Foto von Rollstühlen in einem Pflegeheim - als Hinweis auf den Wunsch, mit behinderten Menschen zusammenzuarbeiten. Mit der Farbauswahl konnte sie der Seite ihre persönliche Note geben. Deshalb ist die Menüleiste fliederfarben, die Schrift schlicht.

Jeanette Wasser hofft, dass ihre Schüler mithilfe des Projekts nicht nur einfacher Praktikumsplätze finden, sondern nach dem Schulabschluss auf ihr Wissen zurückgreifen.

Die Bewerbungsseiten der Schüler sind im Internet unter www.fes-bewerbung.de zu finden.von Ilka Müller

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