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Der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen

Tarifverhandlungen am UKGM Der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen

Die Beschäftigten des UKGM am Standort Marburg haben bei einer Aktiven Mittagspause auf ihre Forderungen nach höherem Lohn und besserem Gesundheitsschutz aufmerksam gemacht.

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Am Montag führte die Gewerkschaft Verdi zunächst eine Aktive Mittagspause durch und schenkte dort Kartoffelsuppe an die Beschäftigten aus.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. „Die Arbeitsbelastung wird immer höher – da muss einfach etwas passieren“, sagte Bettina Böttcher, Betriebsratsvorsitzende am UKGM-Standort Marburg, am Montag während der zweistündigen Aktiven Mittagspause. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu eingeladen, um „unsere Argumente entsprechend stark vorzubringen“, wie Björn Borgmann, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Rhön AG, ergänzte.

Während Verdi bereits seit Längerem auf die hohen Belastungen verweise, „bezweifelt der Arbeitgeber das ein bisschen“, so Borgmann. Die Gewerkschaft fordert nun einen „Tarifvertrag Gesundheitsschutz“ für die Mitarbeiter, der möglicherweise auch deutschlandweit als „Pilotprojekt“ gelten könnte, wie Borgmann erläutert. Ziel sei es demnach, Belastungen für die Arbeitnehmer zu reduzieren, verbindliche Mindestbesetzungen in allen Bereichen zu fixieren und frühere Ausstiegs­möglichkeiten aus dem Job zu ermöglichen.

Jedoch geht es auch um die Bezahlung. Die Gewerkschaft rechnet vor, dass die Differenz zu den Löhnen in öffentlichen Krankenhäusern zur Zeit etwa 5,5 Prozent betrage. Verdi fordert daher für das UKGM eine Erhöhung der Löhne um 7,5 Prozent, mindestens aber 120 Euro. Der gleiche Betrag soll auch für Azubis und Praktikanten gelten. Außerdem sollen die Nachtzuschläge nach Wunsch der Gewerkschaft erhöht werden.

Streik? Borgmann will erst einmal abwarten

„Wir stehen am Anfang der Tarifverhandlungen und sind naturgemäß noch weit auseinander“, bestätigte UKGM-Sprecher Frank Steibli gegenüber der OP. Man gehe jedoch „zuversichtlich in die nächste Runde“. Es herrsche eine „konstruktiven Grundstimmung“.

Borgmann erklärte, dass es beim ersten Gespräch noch kein Angebot des Arbeitgebers gegeben habe. Man müsse nun die Verhandlungen diesen Dienstag abwarten „und dann bewerten, ob wir über die Aktive Mittagspause hinausgehen müssen“.

Auf jener Veranstaltung wies Verdi zudem auf die am 12. Mai anstehende Wahl zur Delegiertenversammlung hin, bei der über die Arbeitnehmervertreter für den Rhön-Aufsichtsrat entschieden wird. Eine hohe Wahlbeteiligung – auch Briefwahl ist möglich – sei dort wichtig, um die Interessen der Belegschaft entsprechend vertreten und über die Zukunft des Klinikums mitbestimmen zu können.

von Peter Gassner

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