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DVAG mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Jahresbilanz 2014 DVAG mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Die Umsatzerlöse des Finanzkonzerns stiegen 2014 kräftig, der Jahresüberschuss ging hingegen deutlich zurück - um 12,3 Prozent. Warum die DVAG-Generalbevollmächtigten, die Brüder Andreas und Reinfried Pohl aus Marburg, dennoch von einem herausragenden Ergebnis sprechen.

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Der Sitz der DVAG Holding befindet sich in Marburg.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) erzielte im vergangenen Jahr trotz Einbußen ein gutes Ergebnis. Der Jahresüberschuss sank laut der am Donnerstagmittag veröffentlichter Bilanz um 12,3 Prozent auf 154,4 Millionen Euro. Der Rückgang sei in erster Linie auf steuerliche Sondereffekte zurückzuführen, erklärte Dr. Ralf Götz, Chefvolkswirt der DVAG auf Nachfrage der OP. Das habe etwas mit steuerlichen Bewertungsfragen zu tun, sagte er ohne weitere Details zu nennen.

Im vergangenen Jahr war der Vorstandsvorsitzende, Gründer und Eigentümer des Unternehmens, Dr. Reinfried Pohl, verstorben. Seine Söhne sind Erben und führen das Unternehmen fort. Andreas Pohl wurde nach dem Tod seines Vaters vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Eine Erbschaftssteuer spiegelt sich nicht in der Konzernbilanz wieder, sodass diese nicht als Sondereffekt zu verstehen ist. Möglich wäre, dass Steuerprüfer Immobilien oder Beteiligungen anders bewerteten als die Wirtschaftsprüfer des Unternehmens.

Andreas Pohl spricht von einem herausragenden Ergebnis, das unter schwierigen Rahmenbedingungen erzielt wurde. „Die Umsatzerlöse der Deutschen Vermögensberatung stiegen im Geschäftsjahr 2014 um 5,3 Prozent auf über 1,19 Milliarden Euro. „Dies ist auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und der fortschreitenden gesetzlichen Regulierung der gesamten Finanzdienstleistungsbranche ein erfreuliches Resultat“, erklärte Andreas Pohl. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nahm um 3,1 Prozent auf 266,9 Millionen Euro zu. Die liquiden Mittell erhöhten sich um zwei Prozent auf 903 Millionen Euro. Das Eigenkapital beträgt 600 Millionen Euro,die Eigenkapitalquote mit 55.1 Prozent weit über dem Marktdurchschnitt, so Pohl weiter.

Starkes Neugeschäft bei Versicherungen

Die DVAG machte ein starkes Neugeschäft bei Versicherungen und verzeichnete ein Plus von 30 Prozent bei den Beitragsaufkommen. Der Gesamtbestand der betreuten Verträge – von Baudarlehen bis Lebensversicherungen – wurde um fast zwei Prozent auf fast 182 Milliarden Euro ausgebaut. Mit ihren Marktanteilen im Neugeschäft von 23 Prozent bei der Vermittlung von fondsgebundenen Versicherungen, 15 Prozent bei Riester-Policen und neun Prozent bei Rürup-Policen konnte die Deutsche Vermögensberatung ihre Spitzenstellung in der Branche unterstreichen, erklärt das Unternehmen.

Auch der Bestand der Investmentanlagen wurde ausgebaut – um 9,3 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro.

Der Sitz der DVAG ist in Frankfurt, die DVAG Holding ist in Marburg.
Andreas Pohl ist gleichberechtigt mit seinem Bruder Reinfried Pohl junior  Geschäftsführer und Gesellschafter der Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH in Marburg. Die Anteile des verstorbenen Vaters gingen an die Söhne. Die Managementholding im alleinigen Besitz und unter Leitung der Familie Pohl hält unter anderem die Mehrheit – 60 Prozent plus 10 Aktien – an der Deutsche Vermögensberatung AG in Frankfurt. Die Generali Deutschland Holding hält die weiteren Anteile.

von Anna Ntemiris

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