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DAK fördert Projekt der Lebenshilfe

„Peer-Unterstützung“ erhält 10.000 Euro DAK fördert Projekt der Lebenshilfe

„Für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es nicht viele Vorbilder“, sagte Professorin Jeanne Nicklas-Faust, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Andere Menschen mit geistiger Behinderung, die Tipps für die eigene Lebensgestaltung geben können, sollen sie daher bei einem Beratungsangebot der Lebenshilfe finden.

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Manuel Höres von der DAK übergab den Spendenscheck an Jeanne Nicklas-Faust (Mitte) und Ulrike Lorch.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. Das Angebot nennt sich „Peer-Unterstützung“, die Unterstützung Betroffener durch Betroffene.

Für dieses Projekt überreichte Manuel Höres, Geschäftsstellenleiter des DAK Servicezentrums in Marburg, kürzlich symbolisch einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Selbsthilfeförderung unterstützt der Krankenversicherungsträger das Projekt der Lebenshilfe über zwei Jahre.

Melanie Kannel, die als Referentin des Bildungsinstituts die Ausbildung der Berater begleitet, erklärte, die Teilnehmer lernten, den Menschen dabei zu helfen, zu klaren Entscheidungen zu kommen. „Es ist wichtig mit jemandem zu sprechen, der die Lebenswelt teilt und vor den gleichen Fragen steht“, so Kannel – etwa die Entscheidung, zu Beginn des Erwachsenenlebens in eine eigene Wohnung zu ziehen.

Bei den Beratern wiederum stärke die Ausbildung das Selbstbewusstsein. Daher werde auch die Ausbildung von einem Menschen mit geistiger Behinderung geleitet, mit der Unterstützung von einem Menschen ohne Behinderung. „Die Berater bekommen in ihrem Leben eine neue, aktivere Rolle“, ergänzte Nicklas-Faust. Die Ausbildung unterstütze die Persönlichkeitsentwicklung und die Fähigkeit, das eigene Leben zu reflektieren.

von Freya Altmüller

 
 
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