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Couchbox verwandelt sich in Sitzmöbel

Möbelbauprojekt Couchbox verwandelt sich in Sitzmöbel

Die angehenden Tischler der Beruflichen Schulen Kirchhain präsentierten kürzlich ihre Produkte eines Möbelbauprojekts – das Projekt war auch eine gute Vorbereitung für die Gesellenprüfung.

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Elena Bangel hat sich eine Schmuck- und Schminkbox gebaut.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Es war bereits das zehnte Mal, dass die Tischler des dritten Ausbildungsjahrs ein Möbelstück gebaut haben. „Die ersten Jahre haben wir kein Thema vorgegeben, aber seit 2009 gibt es jedes Jahr ein Motto“, sagte der Berufsschullehrer Thomas Walter. In diesem Jahr lautete dieses: „Die Box – Aufbewahrungs- und Gestaltungsvarianten.“

Der genaue Auftrag lautete: „Eine Box im weitesten Sinn, im Kontext eines konkreten Zweckes zu entwerfen, eine Fertigungszeichnung in drei Ansichten und Schnitten sowie eine Materialliste und einen Arbeitsablaufplan anzufertigen.“ Dabei konnten die Korpusse in Vollholz oder Plattenbauweise hergestellt sein. Das Möbelstück sollte mindestens eine Klappe oder Drehtür sowie optional einen Schubkasten enthalten. Die Beschläge waren frei wählbar.

Was die Auszubildenden, die im Sommer ihre Gesellenprüfung ablegen wollen, angefertigt hatten, überzeugte die Vertreter der Innung und der Ausbildungsbetriebe. Jeder Schüler stellte sein Werkstück vor und erklärte dabei die Art der Materialien sowie den Ablauf der Anfertigung. Zudem benannten sie, was ihnen besonders gut und was nicht so gut gelungen war.

Dabei gaben die Meisten ohne Umschweife ihre Missgeschicke zu und erklärten, was sie beim nächsten Mal besser machen würden. Und das wird die Gesellenprüfung sein. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Projekt eine gute Vorbereitung darauf gewesen sei. Es gab Aufbewahrungsboxen für Getränke, CDs, für Jagdzubehör oder Kaffeepads. Eine Couchbox lässt sich zusammenschieben und wird so zum Sitzmöbel.

Eine Box enthielt ein Schachspiel und eine andere, die aussah wie ein ausziehbarer Nähkasten, diente als Schmuck- und Schminkbox. Marie-Theres Mersmann (kleines Foto: Böttcher) hatte eine Picknickbox gebaut, bei der sie mit viel Liebe zum Detail für alle Utensilien Fächer geschaffen hatte. Dementsprechend groß war ihr Zeitaufwand mit 70 bis 80 Stunden, während die Anderen zwischen 30 und 40 Stunden investiert hatten.

„Ich würde beim Gesellenstück weniger einbringen“, meinte sie.  Innungsobermeister Stephan Becker war begeistert und sagte den Auszubildenden: „Aus euren Fehlern könnt ihr lernen.“ Die Planung des Zeitrahmens sei eine gute Erfahrung für das Gesellenstück. Ebenso begeistert zeigte sich Schulleiter Frank Heiwig. Tischler würden Kreativität und Handwerkskunst paaren, sagte er und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben.

von Klaus Böttcher

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