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Commerzbank schließt Filiale in der Bahnhofstraße

Zusammenlegung Commerzbank schließt Filiale in der Bahnhofstraße

Ab kommendem Montag bündelt die Marburger Commerzbank ihre Dienstleistungen am Pilgrimstein 36. Die Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße wird heute geschlossen.

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Gerd-Bernd Schulmeier (von links), Jörg-Olaf Otto, Lars Leonhardt und Heiko Wöllner vor der künftig einzigen Marburger Commerzbank-Filiale am Rudolphsplatz.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Am heutigen Freitag bleiben beide Filialen wegen des Umzugs geschlossen.

„Wir bekennen uns mit diesem Schritt klar zum Standort Marburg“, sagt Filialdirektor Lars Leonhardt, der bisher bereits die Filiale in der Herrenmühle am Rudolphsplatz führte und nun für die größere gemeinsame Filiale verantwortlich ist. Die Zusammenlegung bringe Vorteile für die gut 12500 Kunden, stellt Leonhardt fest. „Wir stärken unser Beratungsangebot. Unsere Kunden finden hier künftig 14 Ansprechpartner und damit einen besseren Service“, so der 38-Jährige.

Auf Nachfrage der OP erläutert Commerzbank-Sprecher Thomas Schwarz, dass im Zusammenhang mit dem Umzug keine Stellen in Marburg gestrichen würden. Jedoch hätten im vergangenen Jahr zwei Mitarbeiter den Standort Marburg verlassen: Ein Berater sei versetzt worden und ein Kassenberater sei in den Ruhestand gegangen. Beide Stellen seien nicht nachbesetzt worden. An dem jetzigen Personalbestand solle sich in Marburg nichts ändern. Die Commerzbank befinde sich seit geraumer Zeit auf Konsolidierungskurs. Und diese werden noch weitergehen: Bis zum Jahr 2016 sollen bundesweit 5200 Stellen abgebaut werden.

Filialdirektor Leonhardt verdeutlicht indes, dass sowohl die vertrauten Berater als auch Kontonummer und Bankleitzahl erhalten blieben.

Größerer Standort für mehr Wirtschaftlichkeit

Zudem könnten die Kunden auch die Selbstbedienungs-Geräte in der Bahnhofstraße weiter nutzen. Der größere Standort erhöhe zudem die Wirtschaftlichkeit: Diese Stärke solle für weiteres Wachstum genutzt werden.

Die Mitarbeiter hätten künftig mehr Zeit für persönliche Kundengespräche. Zudem wolle man nicht nur die vorhandenen Kunden bedienen: Vielmehr sei man darauf aus, „neue Kunden von der Leistungsfähigkeit der Commerzbank und unserer Berater überzeugen“, sagt der Filialdirektor.

Im Jahr 2013 habe sich die geschäftliche Entwicklung der Commerzbank in Marburg sehr positiv dargestellt: Bei einem Kundenwachstum von 3,1 Prozent oder knapp 400 Kunden mehr als im Vorjahr sei das Neugeschäft bei Immobilienfinanzierungen um 30 Prozent auf 18,4 Millionen Euro gestiegen. Bei der Geldanlage sei das Depotvolumen um 2,6 Prozent auf 87,1 Millionen gewachsen.

Privatkundengeschäft deutlich gewachsen

„Wir kommen beim Umbau des Privatkundengeschäftes schneller voran als geplant“, so Leonhardt. Insgesamt habe das Konzernsegment Privatkunden im vergangenen Jahr trotz Investitionen und Niedrigzinsphase ein operatives Ergebnis in Höhe von 225 Millionen Euro erzielt. Als verantwortlich für diese Entwicklung sieht Leonhardt zum einen die „sehr gute Nachfrage nach Produkten wie dem kostenlosen Girokonto, der anbieterunabhängigen Baufinanzierung und den neuen Depotmodellen“. Zudem habe das Privatkundengeschäft mit Qualität überzeugt. Die Kundenzufriedenheit liege „konstant auf einem sehr hohen Niveau“. Daher sei die Commerzbank beim bundesweiten City-Contest 2013 Testsieger und für die beste Beratung ausgezeichnet worden.

Die Bank setze auch in Zukunft auf ihr flächendeckendes Filialnetz, versichert der Filialdirektor. So sollen bis 2016 etwa die Filialen mit rund 120 Millionen Euro modernisiert werden. „Wir investieren, statt zu schließen. Die Filiale hat auch im Zeitalter des Internets eine Zukunft“, unterstreicht Leonhardt.

Bevor er im Frühjahr 2012 als Filialleiter in Darmstadt zur Commerzbank kam, war Leonhardt bei verschiedenen Banken im Rhein-Main-Gebiet in Führungspositionen tätig. Seit Mitte vergangenen Jahres ist er für die Commerzbank in Marburg tätig. Seine Vorgänger sind weiterhin in der Region tätig: Heiko Wöllner, der bis Mai 2013 die Filiale am Rudolphsplatz leitete, ist nun Vorsorgemanager in der Regionaldirektion Gießen. Gerd-Bernd Schulmeier leitet dort die Gruppe der Wertpapierspezialisten. Bis April war er für die Filiale in der Bahnhofstraße verantwortlich.

von Andreas Schmidt

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