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Unternehmen unterstützt Kampf gegen Krebs

Christmann + Pfeifer Unternehmen unterstützt Kampf gegen Krebs

Wie wichtig der Kampf gegen Knochenmarkkrebs ist, haben Mitarbeiter von Christmann + Pfeifer noch vor Augen. Einer ihrer Kollegen erkrankte 1998 daran. Nun haben sie 5300 Euro als Spende an die DKMS überreicht.

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Helen Daughtrey (von links) nahm die Spende aus den Händen von Rolf Heinecke und Mirjam Fiedler entgegen.

Quelle: privat

Gönnern. Statistisch gesehen erhält alle 15 Minuten ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Die einzige Chance auf Heilung ist eine ´. 1991 wurde die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gegründet. Und weil jeder siebte Patient keinen Spender findet, sei es wichtig, die Spenderdatei stetig zu vergrößern, so Helen Daughtrey von der DKMS. Sie nahm in Gönnern die Spende von 5300 Euro entgegen.

Als der frühere C+P-Mitarbeiter Volker Schuppner im Alter von 49 Jahren 1998 an Knochenmarkkrebs erkrankte, fassten die Kollegen in der Firma den Entschluss, sich testen zu lassen und kontaktierten dazu die DKMS. Der Test der Stammzellenkompatibilität war damals noch ein etwas schwierigeres Unterfangen. Die Vorgehensweise „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“ galt zu dieser Zeit noch nicht. Früher musste noch aufwendig durch eine Blutuntersuchung getestet werden, die pro Test 100 Mark kostete.

Viele Kollegen ließen sich damals auf eine Eignung testen. Zudem bezahlte der überwiegende Teil den eigenen Test selbst: Die restlichen Kosten und eine zusätzliche Spende übernahm die Firma. Denn nicht nur die Stammzellen-Spende rettet Leben, sondern auch das Geld. Die Aufnahme der Freiwilligen in die Datei ist sehr kostenintensiv, auch heute noch, obwohl sich das Testverfahren durch den Wangenabstrich stark vereinfacht hat. Heute kosten Test und Registrierung 40 Euro. Durch Geldspenden können noch mehr potenzielle Lebensretter in die Datei aufgenommen werden.

Patient starb an Krankenhauskeim

Vor 19 Jahren gab es keinen passenden Spender unter den Kollegen, nach einer Weile fand sich über die Spenderdatei aber doch noch eine Übereinstimmung. Leider verstarb der Kollege dann trotz erfolgreicher Spende kurz darauf im Jahr 1999 an einem Krankenhauskeim. Denn die Transplantations-Patienten sind nach einer Spende sehr anfällig für Infektionen jeglicher Art.

Damit ihr Körper die Spende akzeptiert, muss das Immunsystem vollständig heruntergefahren werden, sonst würden die Spenderzellen vom körpereigenen Immunsystem vernichtet werden. Dieser Prozess beginnt schon eine Woche vor dem Spendetermin. Aus diesem Grund kommt die Absage eines Spenders innerhalb der letzten Woche vor der Transplantation auch einem Todesurteil für die Patienten gleich, da dann das System des Empfängers hyperempfindlich ist und zudem die rettende Zellübertragung nicht erfolgt.

„Spender sind sich Verantwortung bewusst“

Da die Stammzellenspende jedoch ein freiwilliger Akt ist, hat jeder Spender das Recht, auch noch im letzten Moment abzusagen. „Diesen Fall hatten wir allerdings noch nie“, sagt Susann Röhlig von der DKMS. „Im Gegenteil, die Spender sind sich ihrer Verantwortung sehr bewusst und leisten die Spende mit großer Freude.“

Vergangenes Jahr feierte die DKMS ihr 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum und im Gedenken an den Kollegen hat Christmann + Pfeifer der Spenderdatei nun nochmals einen Geldbetrag zukommen lassen. Es gab keine Weihnachtsgeschenke an Kunden und Geschäftspartner. Der Geldbetrag sollte einem guten Zweck zugute kommen. Zusätzlich haben auch dieses Mal die Mitarbeiter ihrerseits den Spendenbetrag der Firma aufgestockt. So kamen 5300 Euro zusammen.

„Es ist beeindruckend, was die DKMS leistet. Das Engagement, das sie zur weltgrößten Spenderdatei hat werden lassen, möchten wir als Christmann + Pfeifer gern weiter unterstützen, insbesondere auch, weil wir direkt miterleben konnten, was diese Hilfe bewirken kann!“, betont Rolf Heinecke, Geschäftsführer des Bereichs C+P Bauen.

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