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CSL schluckt Novartis-Grippeimpfstoff

Pharma CSL schluckt Novartis-Grippeimpfstoff

Der australische Konzern CSL Limited kauft das weltweite Grippeimpfstoff-Geschäft der Schweizer Firma Novartis. Von den Marburger Novartis-Geschäften ist die Produktion des Wirkverstärkers MF 59 Teil der Übernahme.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Pharmakonzern Novartis stößt einen weiteren Geschäftsbereich ab. Die Schweizer verkaufen das Grippe-Impfstoff-Geschäft für 217 Millionen Euro an CSL in Australien. Die CSL-Gruppe wird nach eigenen Angaben damit zweitgrößter Anbieter auf dem Markt für Grippe-Impfstoffe.

Die Übernahme soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Das übrige Impfstoff-Geschäft hat Novartis in einer mehrteiligen Transaktion bereits im April dieses Jahres an den britischen Konzern GlaxoSmithKline (GSK) verkauft. Aus kartellrechtlichen Gründen war das Grippe-Geschäft von dem Milliarden-Deal ausgenommen. Seitdem suchte Novartis nach einem Käufer für die noch verbliebene und weniger lukrative Grippe-Sparte.

Die Unternehmens-Nachrichten aus  Australien, Großbritannien und der Schweiz haben Auswirkungen auf den Pharma-Standort Marburg: Die meisten Novartis-Mitarbeiter in Marburg werden zu GSK wechseln. Die Marburger Produktion des Wirkverstärkers MF 59 geht an CSL über. Die Australier haben allerdings nicht die moderne Marburger Zellkultur-Anlage gekauft, erklärte Novartis auf Anfrage der OP. Diese Anlage werde das neu gegründete Novartis-Tochterunternehmen behalten, das den Namen „Novartis Influenza Vaccines Marburg“ haben wird. Auf Zellkulturbasis möchte die Novartis-Tochter also weiterhin Grippeimfstoff herstellen.

Weiterer Bericht folgt.

von Anna Ntemiris

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