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CSL-Mitarbeiter leisten mit Kleingeld Großes

Spende an Alzheimer Gesellschaft CSL-Mitarbeiter leisten mit Kleingeld Großes

Auch Kleinigkeiten machen Großes möglich: Die Mitarbeiter von CSL Behring verzichten auf Centbeträge, das Unternehmen verdoppelt den Betrag – heraus kommt eine üppige Spende.

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Diana Gillmann-Kamm (von links), Christina Stettin, Christa Diessel, Angela Schönemann, Hans Herberg und Stephanie Fuchs bei der Spendenübergabe.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Kleingeldbeträge sind im Alltag ja meist eher lästig: Ob im Supermarkt oder an der Tankstelle, überall gehört heute zum Preis noch ein „Anhängsel“ aus Centstücken. Dies gilt auch für Gehälter – so auch bei CSL Behring, wo sich die Belegschaft allerdings vor fünf Jahren dazu entschied, mit den kleinen Beträgen Großes zu tun.

„Die Mitarbeiter haben bei uns die Möglichkeit, ihr Kleingeld auf der Lohnabrechnung für einen jährlich wechselnden guten Zweck zu spenden. Bei rund 2200 Beschäftigten kommt da natürlich einiges zusammen – erst recht, da die Firma den Betrag vorher nochmal verdoppelt“, erklärt Hans Herberg von CSL Behring das Konzept.

Kürzlich waren Herberg und seine Kollegin Stephanie Fuchs in das BiP am Rudolphsplatz gekommen, um der für dieses Jahr ausgewählten Alzheimer-Gesellschaft den Betrag in Höhe von 9600 Euro zu überreichen. Die Vorsitzende Christina Stettin und ihr Team freuten sich riesig über den großzügigen Betrag, mit dem sie ihre beiden Begegnungscafés „Hand in Hand“ und das „Café Nikolai“ unterstützen wollen.

„Leider haben viele Menschen, die betroffen sind oder betroffene Familienmitglieder haben, immer noch große Hemmungen, darüber zu sprechen und Hilfe außerhalb der Familie zu suchen“, erklärte Stettin. „Durch den Spielfilm ,Honig im Kopf‘ mit Dieter Hallervorden, wurde das Thema Demenz nun auch in größerem Umfang jüngeren Menschen zugänglich gemacht, dennoch reagieren viele sehr erschrocken, wenn Betroffene in der Öffentlichkeit offensichtliche Ausfallerscheinungen zeigen“, ergänzte die zweite Vorsitzende Diana Gillmann-Kamm.

Daher gebe es die Begegnungscafés, in denen Erkrankte auf Leidensgenossen, aber auch gesunde Menschen treffen können. „Wir sind natürlich sehr glücklich, wenn dadurch auch mehr Menschen unser Team aus ehrenamtlichen Pflegekräften für das Angebot der tageweisen Betreuung verstärken“, so Stettin. Ein Teil der Spende werde auch als Dankeschön an eben diese Betreuerinnen gehen, schließlich lebe man vor allem vom ehrenamtlichen Engagement.

von Marcus Hergenhan

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