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CSL-Mitarbeiter ermöglichen Spende

10.000 Euro für Elterninitiative Kinderdialyse CSL-Mitarbeiter ermöglichen Spende

Eine Spende in Höhe von 10.000 Euro erhielt der Verein Elterninitiative
 Kinderdialyse Marburg von CSL Behring – weil 
die Mitarbeiter auf Cent-Beträge ihres Gehalts 
verzichtet hatten.

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Hans Herberg (links) und Nadine Reh (rechts) von CSL Behring mit dem dreijährigen Maxim und Jürgen Wendt, Vorstandsmitglied des Elternvereins, bei der Spendenübergabe.

Quelle: Ingrid Lang

Marburg. Im Mutter-Kind-Zentrum im Universitätsklinikum Marburg überreichten Hans Herberg und Nadine Reh die Spende an Pflegedienstleiter Jürgen Wendt, der auch Mitglied im Vorstand der Elterninitiative ist. Zudem hatten die Behring-Mitarbeiter für die Kinder, die auf der Station in der Dialyse versorgt werden, noch kleine Überraschungen mitgebracht.

Hans Herberg erläuterte, wie die Spende zusammenkam: Seit Oktober 2010 könnten die Mitarbeiter von CSL Behring freiwillig die Cent-Beträge ihres Netto-Entgelts auf einem separaten Konto sammeln lassen. Der Betrag werde dann nach Ablauf des Kalenderjahres an eine gemeinnützige Organisation gespendet.

Im Herbst 2014 entschieden sich die Mitarbeiter, die Summe für 2015 an die Elterninitiative Kinderdialyse Marburg zu spenden. Mittlerweile beteiligen sich laut Herberg mehr als 800 Mitarbeiter von CSL Behring an der Aktion.

Obwohl es nur ein paar Cent für den einzelnen Mitarbeiter seien, kam insgesamt ein Betrag von 4752,73 Euro zusammen, der dann von der Geschäftsführung auf 10.000 Euro aufgestockt wurde. Die Idee der Spendenaktion ist es, so Herberg, einmal „vor unserer eigenen Haustür zu schauen, denn es gibt Menschen, die unmittelbar in unserer Region leben und Hilfe benötigen“.

Verein bietet Hilfe und stattet auch Station aus

Vor 45 Jahren wurde die Elterninitiative von einem Betroffenen ins Leben gerufen, der selbst keinen Platz an der Dialyse bekam. In dem Kinder-Dialyse-Zentrum stehen für die chronisch Nierenkranken sieben Betten zur Verfügung.

Ziel, so berichtet Wendt, sei es jedoch, die Patienten an die Heimdialyse zu bringen. Der Vorteil wäre dabei, dass die kleinen Patienten zu Hause bleiben könnten und die Heimdialyse über Nacht für etwa acht bis zehn Stunden während der Schlafenszeit vorgenommen werden könne.

Das sei aber nicht immer möglich, sagte Wendt, was auch die Mutter des dreijährigen Maxim aus Wolfhagen bestätigt. Ihr Sohn wurde bereits mit einem Nierenschaden geboren. Bis Ende Dezember 2014 wurde er über die Heimdialyse behandelt, „aber seit dieser Zeit müssen wir jetzt mindestens dreimal in der Woche zur Dialyse nach Marburg fahren“, so die Mutter.

Für manche Eltern bedeute dies, dass sie drei- bis viermal pro Woche zum Teil eine Fahrzeit von zwei Stunden in Kauf nehmen müssten und einige Stunden in der Klinik seien. Daher biete der Verein finanzielle Unterstützung bei krankheitsbedingten Notlagen.

Und bei stationärer Behandlung sorgt er beispielsweise für eine Elternwohnung. Außerdem unterstützt der Verein die kindgerechte Ausstattung der Behandlungseinrichtung mit Spielen, Büchern, Computern, medizinischen Geräten und sorgt für Freizeit- und Ferienangebote.

von Ingrid Lang

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