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„CSL-Entscheidung wertet den Standort auf“

Freude bei Wirtschaftsvertretern „CSL-Entscheidung wertet den Standort auf“

Nachdem die OP berichtete, dass die CSL-Gruppe eine neue Investition in Marburg in Höhe von 245 Millionen Euro genehmigt hat, ist die Freude in der Wirtschaftswelt groß.

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Die CSL-Gruppe will in den nächsten Jahren 245 Millionen Euro in den Standort Marburg investieren.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Wie reagieren Wirtschaftsvertreter auf die CSL-Pläne für den Bau einer neuen Anlage für die Basisfraktionierung von Humanplasma in Marburg? Die Entscheidung fiel in dieser Woche in den USA: Die australische Muttergesellschaft gab dort bei einer Sitzung den Weg für die größte Investition in der Geschichte des Standorts Marburg frei.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) befand sich am Freitag noch im Urlaub. Seine persönliche Referentin Elke Siebler beantwortete die Anfrage der OP: „Wir freuen uns, dass der Standort vergrößert wird. Das passt zu einer Universitätsstadt.“ Eine prosperierende Wirtschaft tue einer offenen, lebendigen Stadt gut. „Es freut uns besonders, dass wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.“

„Eine wirklich erfreuliche Entscheidung. Für CSL-Behring, die Menschen in diesem Unternehmen, den Standort, aber auch die Stadt und die Region“, sagt Thomas Janssen, Geschäftsführer des Unternehmens Pharmaserv, das ebenfalls am Standort Behringwerke ansässig ist.

Auswirkungen nicht sofort spürbar

Janssen ist ehrenamtlich Vorsitzender des Arbeitskreises für Kommunalfragen (AfK) in Marburg, dem zahlreiche Unternehmer und Geschäftsführer in Marburg angehören. Auch in dieser Funktion freue er sich über die Nachricht. Die Auswirkungen der Konzern-Entscheidung werden in Marburg jedoch nicht gleich zu spüren sein: Einschließlich der vorlaufenden Planungsarbeiten dauert es aus seiner Sicht mehr als zwei Legislaturperioden in der Politik, bis eine solche Investition ihre Wirtschaftlichkeit zu entfalten vermöge.

„Bleibt zu hoffen, dass dies als Mahnung an die Verantwortlichen in der Politik verstanden wird, die Rahmenbedingungen für solch mutige Unternehmensentscheidungen mindestens genauso langfristig zuverlässig zu gestalten“, so Janssen.

Diese Entscheidung werte den Standort Marburg als eine wichtige Säule für die pharmazeutische Industrie in Hessen und Deutschland noch einmal auf, sagt Sybille von Obernitz, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg.

„Da die Pharma-Standorte auch im eigenen Konzernverbund in einem weltweiten Wettbewerb mit anderen Standorten stehen, ist jede Investitionsentscheidung für Marburg eine sehr gute Nachricht für die 
 Region“, sagt sie. Dass nun bei CSL mit 245 Millionen Euro sogar das größte Investitionsvolumen der eigenen Standorthistorie ansteht, sei ein außerordentlicher Vertrauensbeweis für Marburg, insbesondere für die Qualität und Kompetenz der Mitarbeiter „sowie das sehr weitsichtige Agieren des Managements“.

von Anna Ntemiris

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Bedarf an Plasma steigt: CSL profitiert

Die jetzt genehmigte Investitionssumme von 245 Millionen Euro ist ein Meilenstein in der Geschichte des Marburger Pharmaunternehmens CSL Behring.

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