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CSL Behring weiht Marburger Großinvestition ein

40-Millionen-Neubau CSL Behring weiht Marburger Großinvestition ein

Das neue dreistöckige Gebäude M 240 mit einer Fläche von insgesamt 12000 Quadratmetern ist Teil des großen Investitionsplans von CSL Behring. Das Pharmaunternehmen investiert nach eigenen Angaben rund 180 Millionen Euro in den Standort Marburg.

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Das neue Gebäude M240 am Michelbacher Standort des Pharmaunternehmens CSL Behring hat 40 Millionen Euro gekostet und wird am Freitag eingeweiht.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Allein das jetzt eröffnete Gebäude kostete 40 Millionen Euro, die Erweiterung der Produktion steht ebenfalls bevor. In dem Neubau sind moderne Laboratorien untergebracht. Dort finden auch Arbeiten statt, die den eigentlichen Produktionsbetrieb unterstützen. Über das Erdgeschoss des neuen Gebäudes werden sich künftig rund 600 Mitarbeiter für ihre Arbeit in der Produktion der angrenzenden Gebäude „einschleusen“: Das Personal wechselt von Straßenkleidung in spezielle Reinraum-Arbeitskleidung.

Rundgang, CSL-Neubau (M240). Foto: Tobias Hirsch

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13 Laboratorien der neuen Abteilung „Analytical Services Quality“ befinden sich ebenfalls in dem neuen Gebäude. Damit werden rund 180 Mitarbeiter der Qualitätskontrolle die bisher auf sechs Gebäude an den Standorten Görzhäuser Hof und Marbach verteilt werden, erstmals unter einem Dach zusammenarbeiten, erklärte Unternehmenssprecher Hans Herberg.

Viele Labore, eine Leitwarte und ein „Casino“ - das alles befindet sich im Gebäude von CSL Behring. Das Marburger Pharmaunternehmen hat nun mit dem Neubau eine noch größere Bedeutung für den weltweit tätigen australischen Konzern. Oberster CSL-Vorstand Paul Perreault aus Australien war vergangene Woche schon da: Der Aufsichtsrat des weltweit führenden Blutplasma-Herstellers feierte die Eröffnung des neuen Gebäudes in Marburg in geschlossener Runde.

Am Freitag ist ein größerer Kreis eingeladen: Der Geschäftsführer des Marburger Unternehmens, Dr. Roland Martin, erwartet unter anderem den australischen Botschafter sowie den hessischen Finanzminister. Die meisten Beschäftigten haben am Montag nach dem Shut Down - den Betriebsferien - das Gebäude bereits betreten.

Untersuchungen für Australien und die Schweiz

Für viele Mitarbeiter ändert sich mit M 240 viel: So arbeiten Beschäftigte der Qualitätskontrolle nun nicht mehr im Werk im Stadtteil Marbach, sondern sind Teil des neuen Teams Analytical Services Quality (ASQ). Viele Kollegen, die seit Jahrzehnten bei CSL Behring arbeiten, begegnen sich nun erstmals.

Der englische Name muss sein: Denn neuerdings führen Mitarbeiter aus Marburg zunehmend die analytische Prüfung von Produkten und die mikrobiologische Kontrolle auch für die anderen Unternehmen der globalen CSL-Gruppe durch - etwa für die Australier oder die Kollegen in Bern, die beispielsweise Schwermetallanalysen aus Marburg bestellen, wie Dr. Dirk Bruns-Nagel, Leiter der ASQ erklärt.

Im 70 Meter langen Labor findet sich keine Tür

Zusammen mit der Prüfung und der Freigabe der Ausgangs- und Verpackungsmaterialien führen die Mitarbeiter aus Marburg jährlich mehr als 500000 Testungen mit mehr als 500 verschiedenen Methoden durch. Die Labore sind nach weltweit modernsten Standards gebaut, erklären Bruns-Nagel und Axel Lehfeld, der für das Projekt M 240 als Ingenieur verantwortlich ist.

Man habe sich zuvor Labore in Dänemark und andernorts angeschaut, um zu sehen, was alles möglich ist. Zu sehen ist in M 240 sehr viel: Dafür sorgen offene Räume, Türen und Wände finden sich nur wenige, im 70 Meter langen Labor keine einzige Tür.

Transparenz lautet das Schlagwort. Das Besondere dabei: Die einzelnen Arbeitsplätze sind dennoch in einer Ruhezone. Von Klima bis Lärm: Alles ist vorher monatelang getestet und mit Mitarbeitern in einer eigens dafür eingerichteten Gruppe abgestimmt worden, erklärt Lehfeld. „Auch wenn vieles neu ist, inhaltlich verändert sich an den Arbeiten und an der Produktion nicht“, betont Unternehmenssprecher Hans Herberg.

Die Adresse M 240 hat jetzt auch die Werkstatt und der Technische Service von CSL Behring. Die Leitwarte, sie ist rund um die Uhr besetzt, hat auf mehreren Bildschirmen einen Überblick über mögliche technische Störungen. Eine Besonderheit des Gebäudes ist das „Behring-Casino“. Dieser moderne Aufenthaltsraum verfügt über Ruhezonen - die Lounge, einen Speisesaal und eine Küche. Das „Casino“ bietet auch Platz für Veranstaltungen mit bis zu 400 Personen.

von Anna Ntemiris

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