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Busfahrerstreik wird fortgesetzt

Tarifkonflikt Busfahrerstreik wird fortgesetzt

Die Busfahrer in Marburg und anderen hessischen Städten setzen den Streik auch am Freitag fort.

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Weiterhin stehen in Marburg die Busse.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Bis jetzt ist vom Arbeitgeber immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot gekommen. Wir warten weiter. Aber wir werden die Streiks im Umfang der vergangenen Tage weiterführen. Verdi kehrt sofort an den Verhandlungstisch zurück, wenn die Arbeitgeber etwas vorlegen“, erklärte Streikführer Jochen Koppel. Die Gewerkschaft fordert auch Verbesserungen bei den Pausenregelungen, bei der betrieblichen Altersvorsorge und dem Urlaubsanspruch.

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) möchte das vorliegende Angebot von 12,65 Euro pro Stunde bisher aber nicht nachbessern. Es sei offensichtlich, dass die von Verdi geforderten 13,50 Euro die Arbeitgeber überfordere und daher „finanziell nicht erfüllt werden können“, so LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan. Die Forderungen Verdis würden seiner Rechnung nach eine Kostenerhöhung um 25 Prozent für die Busunternehmer bedeuten.

Steigende Personalkosten aus Tarifverhandlungen würden durch die öffentlichen Auftragsgeber lediglich nach einem allgemeinen Kostenindex ausgeglichen – mit durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr. Jede Tariferhöhung, die über diesen Kostenindex hinausgehe, bleibe am Unternehmer hängen. „Wir können nur ausbezahlen, was auch von unseren Auftraggebern reinkommt“, erklärte Tuchan.

Auch andernorts bleiben die Busse in ihren Depots. Bestreikt werden insgesamt 20 private Busgesellschaften, zudem gibt es Solidaritätsstreiks von Busfahrern mit anderen Tarifverträgen. Schwerpunkte sind neben Marburg unter anderem Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Fulda, Gießen und Gelnhausen.

von Peter Gassner

 
 
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Streiks auch am Donnerstag

Die Busfahrerstreiks in Marburg und anderen hessischen Städten gehen auch am Donnerstag weiter.

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