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Bodenleger räumt Preise ab

Bundeswettbewerb „Die gute Form“ Bodenleger räumt Preise ab

Stephan Mussong aus Hartenrod erhielt für sein Gesellenstück der Bodenleger gleich mehrere hochrangige Preise. Im Bundeswettbewerb „Die gute Form“ gewann er ­sogar den Designerpreis.

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Bodenleger Stephan Mussong mit seinem Gesellenstück, das den Namen „Triskele“ trägt. Das Muster besteht aus drei radialsymmetrisch angeordneten Elementen.

Quelle: Klaus Peter

Hartenrod. Eine besondere Auszeichnung erfuhr der 27-jährige Stephan Mussong aus Bad Endbach-Hartenrod, der eine Ausbildung als Bodenleger in dem Ausbildungsbetrieb Weimann Raumausstattung Biedenkopf erfolgreich absolvierte.

Sein Gesellenstück „Triskele“ wurde als Sieger des Wettbewerbs „Die gute Form“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb „Die gute Form“ wurde vor vielen Jahren vom Landesinnungsverband eingeführt. Außerdem erfuhr Mussong eine besondere Auszeichnung als Hessischer Landessieger 2016 im praktischen Leistungswettbewerb „Bodenlegergewerbe“.

Entscheidung gegen 
die einfache Lösung

Mussong besuchte während seiner Ausbildungszeit die berufsbildende Theodor-Litt-Schule in Gießen. Dort lassen mehrere Landkreise ihre Auszubildenden beschulen. Die Lehre für eine solche Ausbildung dauere in der Regel 3,5 Jahre, berichtet Mussong im OP-Gespräch. Als es darum gegangen sei, ein Gesellenstück zum Abschluss der Ausbildung anzufertigen, habe er ursprünglich nach einer relativ einfachen Lösung gesucht. Seine Ausbilder beziehungsweise Lehrer hätten ihn aber dazu animiert, etwas Besonderes herzustellen. Nach reiflicher Überlegung habe er sich dann entschlossen, eine „Triskele“ mit PVC-Material zu konstruieren.

„Triskele“, so Mussong, sei ein Symbol in Form von drei radialsymmetrisch angeordneten Kreisbögen, offenen Spiralen, ineinander verschachtelten Dreiecken, Knotenmustern, menschlichen Beinen oder anderen Dreifachformen. Für die Herstellung dieses Gesellenstückes sei ihm eine Zeitvorgabe von maximal zwölf Stunden eingeräumt worden, die er auch eingehalten habe. Sehr überrascht sei er darüber gewesen, dass sein Werk so hervorragend bewertet worden sei. Dieses Werk sei hessenweit als bestes Gesellenstück im Bereich Fußboden- und Parkettverleger ausgezeichnet worden.

Die Landesbesten wurden vom Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik nach Gelsenkirchen eingeladen, wo ihre Gesellenstücke ausgestellt und bewertet wurden. Stephan Mussong erhielt für sein Gesellenstück den Designerpreis und für zwei zusätzlich gestellte Sonderaufgaben einen bemerkenswerten zweiten Platz.
Nach einem solchen Erfolg trägt sich Mussong nun auch mittelfristig mit dem Gedanken, sich in seinem Berufsfeld weiterzubilden.

von Klaus Peter

 
 
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