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„Blumen Braun“ wieder in einer Familie vereint

Geschäftsübernahme „Blumen Braun“ wieder in einer Familie vereint

„Blumen Braun“ ist von einer wechselhaften 
Geschichte gekennzeichnet: Nun liegt das einst geteilte Unternehmen wieder in der Hand einer Familie.

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Heidrun Blass sitzt inmitten einiger Accessoires in ihrem neuen Geschäft. Blumen gab es am Freitag noch nicht – denn die wurden erst frisch zur Eröffnung am Montag geliefert.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Über Jahre waren die Geschäfte Blumen Braun in der Universitätsstraße und Blumen Wolf in der Zeppelinstraße getrennt – obwohl ihre Ursprünge auf eine Familie zurückgehen. Nun sind sie wieder in einer Hand: In der von Heidrun Blass.

„1930 wurde die Gärtnerei von Herrmann Braun am Krekel gegründet“, erzählt sie. Im Jahr 1966 gab Braun den Standort jedoch auf: Die Stadtautobahn wurde gebaut, die Gärtnerei befand sich fortan in Gisselberg.
Gärtnerei wurde an 
Töchter aufgeteilt

„Als Herrmann Braun 1973 verstarb, wurde die Gärtnerei aufgeteilt – an seine Töchter Ursula Wolf und Erika Herrmann“, erzählt Heidrun Blass. 1978 übernahm deren Sohn Heinz-Peter Braun das Geschäft in der Universitätsstraße.

„Blumen-Wolf in der Zeppelinstraße wurde 1968 eröffnet“, so Blass. Die Familie Wolf hatte auch die Gärtnerei in Gisselberg übernommen – sie jedoch 1999 an den anderen Teil der Familie übergeben. Gleichzeitig gab sie das Geschäft in der Zeppelinstraße auf, das bis zur Schließung „Blumen Art“ hieß. „Braun hat die Gärtnerei allerdings 2009 geschlossen“, erzählt Blass, die seit 1994 selbst in dem Floristikbetrieb arbeitete.

Blass: Der Kreis schließt sich

Die Meisterin übernahm das Geschäft in der Universitätsstraße im Jahr 2011, gleichzeitig auch den Stand auf dem Wochenmarkt. Und seit Montag führt sie – gemeinsam mit ihrer Tochter Josephine – unter dem etablierten Namen Blumen Braun auch das Geschäft in der Zeppelinstraße fort.

„Die Geschäfte, die also ehemals in einer Familie lagen, werden jetzt auch wieder von einer Familie geführt – so schließt sich der Kreis“, sagt Blass. Sie habe sich lange überlegt, den Laden zu übernehmen, denn es gebe 
kaum gut ausgebildetes Personal. „Aber letztendlich haben wir hier mehr Platz und können unsere Kreativität noch besser ausleben.“ Denn in der Universitätsstraße gebe es keine Nebenräume – im Gegensatz zum Geschäft in der Zeppelinstraße.

Die Werkstatt der Familie Blass liegt in Speckswinkel – nun erhoffen sich Mutter und Tochter, mit weniger logistischem Aufwand ein noch besseres Angebot machen zu können. „Nun können wir wesentlich besser direkt vor Ort arbeiten.“

Seit Ende Juli war das Geschäft geschlossen, es wurde renoviert und umgestaltet, „um in den Räumen unseren Stil zu realisieren“, erläutert Heidrun Blass. Und auch eine neue Floristin haben die beiden gefunden – und eingestellt.

von Andreas Schmidt

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