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,,Blauer Engel“ für Nachhaltigkeit

Auszeichnung für Tegut-Markt in Cappel ,,Blauer Engel“ für Nachhaltigkeit

Mit dem Tegut-Markt in Cappel wurde zum ersten Mal bundesweit ein  Supermarkt mit dem Siegel „Blauer Engel“ ausgezeichnet – als umweltfreundlicher Betrieb.

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Staatssekretär Gunther Adler (Mitte) und Volker Teichert (rechts), Vorsitzender der Jury Umweltzeichen, überreichen die Urkunde an Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet. Foto: Kronenberg

Quelle: Foto: Kronenberg

Marburg. Staatssekretär Gunther Adler überreichte die Auszeichnung am Dienstag in Cappel. Damit wird der Supermarkt als besonders energieeffizienter Betrieb ausgezeichnet, der ausschließlich klimafreundliche, natürliche Kältemittel  verwendet. Der Energieverbrauch der klimafreundlichen Vorzeige­filiale sei somit 30 Prozent geringer als bei vergleichbaren älteren Filialen.

„Wir mussten eine Vielzahl an verbindlichen Kriterien erfüllen, um den Markt mit dem ,Blauen Engel‘ zertifizieren zu lassen“, erläutert Detlev Müller, Bereichsleiter Technik/Energie/Sicherheit bei Tegut.
Die sogenannten „Pluskühlmöbel“ mussten mit Türen ausgestattet werden, der Markt erhielt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, zudem setzt man bei Tegut in Cappel auf die Verwendung natürlicher Kältemittel.

Außerdem wird das Gebäude auch mit der Abwärme aus der Kühlung beheizt. Doch das Engagement für den Umweltschutz geht laut Müller noch weiter – von der energiesparenden LED-Beleuchtung über den Einsatz von Recyclingpapier für die Werbeprospekte bis hin zu Fahrradstellplätzen. „Wir freuen uns, als erster Händler in Deutschland den ,Blauen Engel‘ für unseren derzeit nachhaltigsten Markt zu erhalten.

Vorbildcharakter für Lebensmittelhandel

Diese Auszeichnung hat Vorbildcharakter für den gesamten deutschen Lebensmitteleinzelhandel“, sagt Thomas Gutberlet, Geschäftsführer von Tegut.
Staatssekretär Adler verdeutlicht die Signalwirkung des Siegels: „Der ,Blaue Engel‘ ist seit langem eine wichtige Orientierungshilfe für Verbraucher, die umweltbewusst einkaufen wollen.Dass er jetzt erstmals auch für einen ganzen Supermarkt verliehen wird, ist ein wichtiger Schritt hin zu einem umweltverträglichen Einkauf.“

Das könnte Vorbildcharakter  für den Lebensmitteleinzel­handel entfalten, der für rund drei Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland und ein Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen  verantwortlich sei. Allein die Kühlung von Lebensmitteln in den Geschäften verbrauche demnach knapp 40 Prozent der Energie.

Zurzeit gibt es rund 12 000 Produkte mit dem „Blauen  Engel“ von 1 500 Unternehmen in 120 verschiedenen Produktgruppen. Nur die aus Umweltsicht besten Waren und Dienstleistungen einer Produktgruppe erhalten das Gütesiegel. Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit garantieren die Jury Umweltzeichen, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH.

von unseren Redakteuren

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