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Trio wirtschaftet in die eigene Tasche

Aus dem Amtsgericht Trio wirtschaftet in die eigene Tasche

Statt Container und 
Metallbehälter bei Firmen am Standort Behringwerke auszuliefern, verkauften drei Männer diese an eine Metallverwertung oder andere Firmen und strichen den Gewinn ein.

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Drei Betrüger erhielten für illegalen Containerverkauf Bewährungsstrafen.

Quelle: Pixabay

Marburg. Zur Verhandlung vor dem Amtsgericht unter dem Vorsitz von Richter Dominik Best waren die vier Angeklagten nicht erschienen – sie ließen sich von ihren Verteidigern vertreten.

Gleich zu Beginn der Verhandlung stellte die Staatsanwaltschaft den Antrag, die Verhandlung in ein Strafbefehlsverfahren übergehen zu lassen. „Ich hoffe, dass die Sache damit erledigt ist“, sagte Richter Best.

In den Strafbefehlen erging gegen einen Angeklagten, dem Hehlerei vorgeworfen wurde, ­eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung, die Bewährungsfrist beträgt vier Jahre. Darüber hinaus muss er die aus der Tat erlangten 300 Euro zurückzahlen.

Verfahren gegen angebliche Komplizin eingestellt

Ein weiterer Angeklagter erhielt eine Freiheitsstrafe von ­einem Jahr zur Bewährung, die ebenfalls auf vier Jahre ausgesetzt wurde. Ihm wurde Diebstahl und Betrug vorgeworfen. Er muss 8925 Euro zurückzahlen, die er an dem illegalen Verkauf verdient hatte.

Der dritte Angeklagte erhielt ebenfalls eine einjährige Freiheitsstrafe mit einer Bewährungsfrist von vier Jahren. Er muss 8800 Euro, die er aus dem Verkauf von insgesamt 22 Behältern erhielt, an die jeweiligen Geschädigten zurückzahlen. Für jeden der Behälter hatte er 400 Euro bekommen.

Gegen die einzige Frau in dem Angeklagten-Quartett wurde das Verfahren letztendlich eingestellt, da es das Gericht als erwiesen ansah, dass die Frau keine Kenntnisse der Vorgänge hatte. Ihr Verteidiger Sascha Marks beantragte daher, die von seiner Mandantin konfiszierten 4200 Euro, die die Ermittler ursprünglich für Gewinne aus dem Handel gehalten hatten, wieder zurückzuzahlen.

Allen Anträgen gab das Gericht statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

von Michael Noll

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