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Betriebe werben um künftige Fachkräfte

Ausbildungsmesse „Ansage Zukunft“ Betriebe werben um künftige Fachkräfte

Seit Donnerstag läuft im 
Marburger Cineplex die Ausbildungsmesse „Ansage Zukunft“: Hunderte Schüler nutzten bereits die Chance, sich bei den Ausstellern über Berufe zu informieren.

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Am Stadtwerke-Stand informiert der Auszubildende René Nau voller Enthusiasmus über seinen Beruf: Er wird Elektroniker für Betriebstechnik und verdeutlicht die Möglichkeiten an einem Modell, das er selbst programmiert hat.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Es geht darum, dass Ihr heute Top-Infos aus erster Hand bekommt.“ So fasste Volker Breustedt, Leiter der Marburger Arbeitsagentur, bei seiner Begrüßung für die Schüler zusammen, warum die Agentur für Arbeit, IHK, Kreishandwer-
kerschaft und das Medienhaus HITZEROTH die „Ansage Zukunft“ gemeinsam auf den Weg gebracht haben.

Eine Einschätzung, die Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (CDU) durchaus teilt. „Es geht hier um Euch und Eure berufliche Zukunft – und damit auch um die gemeinsame Zukunft im Land“, sagte er. Eine Antwort auf die Frage zu finden, wohin die berufliche Reise gehen solle, sei „ganz entscheidend für den Lebensweg. Daher muss sie gut überlegt sein“.

Und um diese Überlegungen voranzubringen, dafür biete die „Ansage Zukunft“ beste Möglichkeiten. „In jedem von Euch schlummert etwas Besonderes. Entdeckt es und entwickelt es weiter“, gab der Regierungspräsident den jungen Leuten mit auf den Weg. Denn schon Konfuzius habe gesagt: „Ergreife einen Beruf, den Du liebst – und Du wirst keinen Tag im Leben arbeiten müssen.“

Viel los war auf der Messe "Ansage Zukunft" im Cineplex Marburg. Viele Schueler und Studenten kamen, um sich ueber Berufs- und Weiterbildungsmoeglichkeiten zu informieren.

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Für Landrätin Kirsten Fründt (SPD) ist klar: „Ihr wisst noch nicht, was nach der Schule auf Euch zukommt – das ist für viele eine ganz wichtige Fragestellung, die nicht immer ganz leicht zu beantworten ist“, sagte sie. Die Berufslandschaft sei unglaublich vielfältig geworden, das könne „schon ein bisschen einschüchternd sein“, so die Landrätin. Daher sollten die Schüler „das Angebot, das euch hier gemacht wird, nutzen und für Euch wahrnehmen“. Sie riet den Besuchern: „Macht das, worauf Ihr Lust habt und tut das, was Euch interessiert. Und was interessant ist – das könnt Ihr auf der Messe erfahren.“

Die Aussteller zogen vom ersten Messetag eine überwiegend positive Bilanz: Zwar gebe es einige Schüler, die offenbar nur möglichst schnell ihren Fragebogen abhaken wollten. Doch der Großteil der Besucher habe die Gelegenheit genutzt, sich detailliert über Berufe zu informieren. „Das hat sich im Verlauf der Jahre stetig verbessert“, sagt Lena Bender, die am Messestand des UKGM über die Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin informiert.

Rina Shala, angehende zahnmedizinische Fachangestellte, greift zum Erklären ihres Berufs auf Modelle etwa von Gebissen zurück. „Dadurch kann ich den Interessenten viel plastischer zeigen, worum es geht“, sagt sie im Gespräch mit der OP.

Überhaupt steht bei der Messe viel Praxis im Vordergrund: Ob mit Modellen, beim Laufen im „Altersanzug“, mit dem die Situation von älteren Menschen spürbar wird oder bei den Mitmach-Aktionen der Kreishandwerkerschaft, bei denen etwa gehämmert und gebohrt werden kann.

Handwerker entdecken bereits einige Talente

„Wir wollen, dass die jungen Leute direkt ausprobieren können, ob sie handwerkliches Geschick haben“, sagt beispielsweise Rudolf Paulus vom Ausbildungszentrum Bau. Und in der Tat: Beim 15-jährigen Kai Wollny aus Mengsberg ist der Eifer geweckt. Er versucht, eine Reihe von Nägeln möglichst auf gleicher Höhe einzuschlagen – den Erfolg kontrolliert er mit der Wasserwaage und gibt nicht auf, bis alle Nägel gleichmäßig aus dem Balken ragen.

„Das macht sehr viel Spaß, ich würde später auch gerne etwas Handwerkliches machen“, sagt er. Angeleitet wird er – wie auch viele weitere Interessierte – von Paul Poletajew, der eine Ausbildung zum Maurer absolviert. „Hier gibt es schon einige Talente“, sagt er, nachdem der erste Schwung an Schülern die Station bei ihm absolviert hat.

von Andreas Schmidt
 und Salome Fischer

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