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Besucher erleben Trends hautnah

Auto-Ausstellung der Kfz-Innung Besucher erleben Trends hautnah

Am Wochenende fand die Automobilausstellung der Marburger Kfz-Innung statt – die Veranstalter sind mit der Resonanz zufrieden.

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Die Isetta als Viersitzer? Mit kleineren Menschen gar kein Problem. Lennart (8, von links), Clemens (6), Lenny (8) und Mutter Anke-Maria Hausmann finden (fast) problemlos Platz.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Das Auto ist immer noch ein Produkt, das man erleben, erfahren und anfassen möchte. Aus diesem Grund beteiligten sich 14 Autohäuser an der Automobilausstellung der Kfz-Innung auf dem Marburger Messegelände. Auf 13.000 Quadratmetern waren dort am Wochenende rund 350 Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller zu bestaunen.

„Es ist natürlich so, dass im Autovertrieb nichts über Anfassen und Probefahren geht. Es gibt zwar auch heute noch Familien, die kaufen den siebten Golf in Folge praktisch ungesehen, aber insgesamt haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Kunden heute mehr ausprobieren wollen“, erklärte beispielsweise Michael Stenzel von TEC-Motors aus Gisselberg seine Motivation zur Teilnahme.

Im Verkauf habe es in den vergangenen Jahren große Veränderungen gegeben. „Mittlerweile wird jeder zweite Neuwagen finanziert, durch die heutige Technik sind die Preise unterm Strich höher, da legt fast niemand mehr den Gesamtbetrag in bar auf den Tisch“, so Stenzel.

Funke: Besucherzahlen sagen wenig aus

So hielt beispielsweise Familie Schirrmacher vor allem Ausschau nach einem größeren Fahrzeug für künftige Mitglieder. „Wir haben vor allem den VW Sharan im Auge, aber so ­eine Ausstellung ist natürlich ­eine Super-Gelegenheit, mehrere Modelle zu vergleichen“, so Milena Schirrmacher. „Unser Auto wird mit dem kommenden zweiten Kind einfach zu klein, das Neue soll vor allem geräumig sein und nicht zu viel verbrauchen. Etwas höher sitzen wäre auch nicht verkehrt“, ergänzte Papa Lars.

Anfangs waren die Besucherzahlen noch überschaubar, später steigerte sich das Interesse. Für Innungs-Obermeister Ralf Funke ist das aber nicht per se entscheidend. „Es geht ja eher darum, wie viele Besucher auch ein Kaufinteresse haben – große Zuschauerzahlen sagen erst einmal wenig aus. Außerdem geht es uns beteiligten Autohäusern vor allem darum aufzuzeigen, dass wir auch im Wettbewerb solidarisch sind und uns nicht am Preisdumping beteiligen wollen. Bisher war bei uns noch nach jeder Ausstellung ein klarer Umsatzzuwachs zu verzeichnen.“

Er betont, dass die heimischen Händler mit dem Geschäftsverlauf des bisherigen Jahres zufrieden sein könnten. Der Fokus liege bei vielen Kunden auf bezahlbaren Kleinwagen mit guter Ausstattung. Zudem seien auch SUV weiter gefragt. Funke bezeichnete die Auto-Ausstellung quasi als „Mini-IAA“, denn zahlreiche Modelle, die am Wochenende zu sehen waren, würden auch bei der Autoschau in Frankfurt ausgestellt.

von Marcus Hergenhan

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