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Beschäftigte erhöhen Druck

Tarifstreit bei CCL Label Beschäftigte erhöhen Druck

Am Montag ist die Belegschaft von CCL Label in Cappel erneut in den Warnstreik getreten – doppelt so 
lang, wie in der vergangenen Woche.

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Die Belegschaft von CCL Label legte am Montag erneut bei einem Warnstreik die Arbeit nieder.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Die Beschäftigten wollen einerseits ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Gehalt Nachdruck verleihen. Doch für sie geht es um mehr, wie Nico Seekatz, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, verdeutlicht: „Wir kämpfen vielleicht noch stärker dafür, dass man uns nichts wegnimmt. Denn es ist eine Frechheit, dass man an unsere Schichtzulagen will.“

Der Arbeitgeber habe den Beschäftigten ein Gehaltsplus von „um die zwei Prozent“ angeboten – will aber dafür bei den Schichtzulagen deutlich sparen. Das könne für die Beschäftigten ein monatliches Minus zwischen 300 und 500 Euro ausmachen.

„Wir werden hier erpresst“, sagt Seekatz. Denn CCL Label wolle einen Werksteil schließen und dafür am Standort Cappel neu bauen. Der Arbeitgeber habe diesen Neubau allerdings an den Verzicht auf die Schichtzulagen gekoppelt. „Das ist mit uns nicht zu machen“, verdeutlicht Seekatz.

Streik dauert doppelt so lange wie vorige Woche

Für Olaf Gruß von der Gewerkschaft Verdi ist klar: „Vonseiten der Geschäftsführung gab es seit dem Streik vergangene Woche kein weiteres Angebot. Daher werden wir jetzt Schritt für Schritt den Druck weiter erhöhen.“

Aus diesem Grund hätten die Beschäftigten aller drei Schichten am Montag für jeweils vier Stunden die Arbeit niedergelegt – doppelt so lang, wie in der Woche zuvor. „Und dann schauen wir, wie es kommende Woche oder auch schon diese Woche weitergeht – das wird dann die Arbeitskampfleitung entscheiden“, so Gruß.

Auch Dr. Ulf Immelt, Gewerkschaftssekretär beim DGB Mittelhessen, verdeutlichte: „Die Herren von der Konzernleitung scheint die Frage nach sozialer Verantwortung für die Region nicht zu interessieren.“

Letztlich gebe es nur ein Argument, das die Geschäftsführung verstehe: „Dass ihr heute streikt, dass ihr letzte Woche gestreikt habt – und wenn es immer noch nichts hilft, dass ihr kommende Woche mit vielen weiteren Kollegen wieder streiken werdet. Denn das ist die einzige Sprache, die das Unternehmen versteht.“

von Andreas Schmidt

 
 
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Kampf für Erhalt der Schichtzuschläge

Beschäftigte von allen drei Schichten der Firma 
CCL Label in Marburg sind am Montag für jeweils zwei Stunden in den Warnstreik getreten.

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