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Berufsinformationsabend an der Martin-Luther-Schule

Rotary-Club Berufsinformationsabend an der Martin-Luther-Schule

Bei einem Berufsinformationsabend in der Martin-
Luther-Schule konnten sich die Schüler bei Fachleuten aus erster Hand über zahlreiche Berufsfelder informieren.

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Professor Thorsten Thormählen (Vierter von rechts) und sein Student Suayb Uzun (Dritter von rechts) hatten eine wissbegierige Zuhörerschaft.

Quelle: Marie Rentergent

Marburg. Schulleiter Karl 
Goecke begrüßte Berater wie Schüler zu dem, „wenn ich richtig zähle, 20. Mal, dass diese Veranstaltung in unserer Schule stattfindet. Ich bin dankbar für die vielfältigen Angebote, die von A wie ,Architektur‘ bis Z wie ,Zahnmedizin‘ reichen“.

Die Veranstaltung wurde erneut vom Rotary-Club Marburg organisiert, dessen Berufsdienstbeauftragter Thilo Finger das Projekt organisierte. Der Abend wurde in drei Gesprächsrunden aufgeteilt, in denen die Schüler sich jeweils bei den Beratern einfanden, für die sie sich zuvor eingetragen hatten. Das Interesse der Jugendlichen war offensichtlich breit gefächert: Leere Tische sah man nicht.

Besonders große Gruppen fanden sich beispielsweise an dem Tisch für Mathematik und Informatik ein, wo Professor Thorsten Thormählen und Student Suayb Uzun über die Studiengänge informierten. „Es gibt viele Bachelorstudiengänge, mit denen allein man noch nicht viel anfangen kann, aber Informatik gehört nicht dazu“, fand Uzun.

Die möglichen Arbeitsbereiche seien außerdem oft vielseitiger, als ein Studiengang zunächst vermuten lasse, meinte Thormählen: „Egal, was man studiert – hinterher kann man immer noch etwas anderes dazulernen und neue Dinge tun. Letztendlich werden sich die eigenen Interessen durchsetzen.“

Schüler profitieren von fachlicher Expertise

Manche Experten hatten zur Beratung nicht nur ihre Erfahrung, sondern auch etwas zum Zeigen mitgebracht. So etwa Architekt Marc Böttcher, der einen großen Gebäudeplan vor sich ausgebreitet hatte und seiner Schülergruppe zeigte, wie viele Informationen in den subtilen Details des Plans steckten. „Es ist ein bisschen wie beim Lego – es gibt viele kleine Bausteine, deren richtige Verwendung man sich im Studium nach und nach aneignet. Während der Semesterferien kann man dann sehen, ob man das Gelernte auch anwenden kann“, sagte der Architekt.

„Irgendwann merkt man, dass man im Flughafen nicht mehr auf die Schalttafel schaut, sondern sich das Dach genau ansieht und über die Funktion der einzelnen Balken nachdenkt“, führte der Architekt weiter aus. Das vielfältige Angebot wurde von den Schülern mit großem Interesse angenommen, jedoch könnte man vielleicht für die nächste Veranstaltung eine zeitliche Kürzung der Gesprächsrunden in Betracht ziehen, so der Tenor einiger Schüler. Denn an vielen Tischen waren schon vor Ablauf der eingeplanten 30 Minuten alle Fragen beantwortet. Wenn die Jugendlichen sich über vier statt drei Berufszweige informieren könnten, wäre ein solcher Informationsabend für die Schüler noch ergiebiger.

von Marie Rentergent

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