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Zwei Schüler erreichen „Traumnote“

Berufliche Schulen Biedenkopf Zwei Schüler erreichen „Traumnote“

Mit der Zeugnisübergabe ist für 144 Teilzeitberufsschüler die Zeit an den Beruflichen Schulen Biedenkopf zu Ende gegangen.

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Schulleiter Karl Heinz Schneider (von links) mit den Klassenbesten Andreas Benke, Yavuz Yildirim, Lara Leinbach, Jan-Frederic Koenemann, Joshua Hehl, Laura Bentele, Carolin Gross, Lena Ortmüller, Svenja Marburger, Johannes Nickel, Lisa Marie Lang und Michael Gerlach.

Quelle: Erich Frankenberg

Biedenkopf. Schulleiter Karl Heinz Schneider brachte in seiner Begrüßungsrede die Besonderheiten einer beruflichen Ausbildung im Dualen System zur Sprache. Die Schüler hätten im Betrieb und in der Berufsschule Kompetenzen erworben, die sie nun befähigen würden, ihren Beruf auszuüben. Diese Form der Ausbildung in Deutschland sei weltweit einzigartig und ein Erfolgsmodell. Denn das Berufsausbildungssystem sei praxisbezogen und systematisch, biete darüber hinaus schulische Abschlüsse und Anschlüsse.

Bemerkenswert ist laut Schneider die Tatsache, dass einige Schüler die Prüfung um ein halbes oder ganzes Jahr vorgezogen haben. Den Absolventen böten sich nun viele Chancen für die Zukunft. Die erste und wichtigste und vielleicht die „normalste“ sei die Weiterarbeit und Weiterbildung im Betrieb als Facharbeiter. Außerdem hätten die Berufsschulabschlusszeugnisse ihre Bedeutung, besonders im Hinblick auf die Weiterbildung: Hauptschulabschluss, Mittlerer Abschluss oder Fachhochschulreife. Aber auch eine alternative oder aufbauende Ausbildung, eine Meister- oder Techniker-Ausbildung, ein Studium oder der Weg in die Selbstständigkeit seien den Absolventen offen, betonte Schneider.

„Die Gesellschaft und die Wirtschaft braucht sie“

„Der Staat und die Gesellschaft brauchen Menschen, die etwas lernen wollen – und das nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gemeinschaft“, unterstrich der Schulleiter. Dies gelte nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Ehrenamt. Dies schaffe Gemeinschaft und Zufriedenheit. Gerade in Zeiten, in denen sich Menschen unsicher fühlten, sei der Einsatz für das Gemeinwesen dringend notwendig, ja, ein Gebot der Stunde. Der Einsatz für andere Menschen gebe nicht nur jedem ein besseres Gefühl, es mache auch Spaß, so der Appell des Schulleiters.

Unter den Gästen waren Biedenkopfs Stadtrat Ewald Achenbach, Dr. Gerd Hackenberg, Leiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK Lahn-Dill, Eberhard Flammer, Präsident der IHK Lahn-Dill, Professor Gerd Manthei von der THM sowie Dezernent Ulrich Müller vom Staatlichen Schulamt. Stellvertretend für die Ehrengäste ging Ulrich Müller in seinen Begrüßungsworten auf das „Auf und Ab“ während der Ausbildung ein und betonte, dass die Absolventen nun die Zielflagge erreicht hätten. Nun hätten sie ungeahnte Möglichkeiten, die aber auch Fragen aufwerfen würden.

Sie seien aber nicht allein: Familie, Freunde, Ausbilder und Lehrer würden ihnen zur Seite stehen. „Die Gesellschaft und die Wirtschaft braucht sie“, betonte Müller. Im Anschluss an die Grußworte überreichten die Klassenlehrer, unterstützt von Moderatorin Tanja Grünig, die Zeugnisse. Dabei wurden die Klassenbesten zusätzlich mit einem kleinen Geschenk bedacht.

von Erich Frankenberg

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