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Beruf und Familie? – Kein Problem!

Wirtschaft Beruf und Familie? – Kein Problem!

Die Marburger Organisation Arbeit und Bildung ist auf dem besten Weg Hessens erster Bildungs- und Sozialträger zu werden, dem eine unabhängige Kommission den Titel „Familienbewusster Betrieb“ verleiht.

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Kinderspielzeug am Arbeitsplatz stellt für den Marburger Verein „Arbeit und Bildung“ kein Problem dar. Der Bildungs- und Sozialträger strebt den Titel „Familienbewusster Betrieb“ an.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Gut 700 „familienbewusste Betriebe“ gibt es derzeit deutschlandweit. Der Marburger Verein Arbeit und Bildung will demnächst auch dazugehören. Kürzlich wurde bei dem Bildungs- und Sozialträger ein Prozess gestartet, um die familienbewusste Personalpolitik zu überprüfen, zu bewerten und zu zertifizieren. Dieses sogenannte Audit ist der erste Schritt zur offiziellen, europaweiten Anerkennung.

„Wir wagen es als erster Marburger Bildungs- und Sozialbetrieb, uns dem Überprüfungsprozess zu stellen. Viele der geforderten Leistungen sind bei uns schon lange selbstverständlich. Nun soll das europaweit einmalige Zertifikat bestätigen, dass in unserem Verein mit seinen 17 Außenstellen Familie und Beruf sehr wohl vereinbar sind“, schildert Rainer Dolle, Geschäftsführer von Arbeit und Bildung, die Beweggründe für die Aktion. Die Attraktivität eines Unternehmens steige deutlich beim qualifizierten Nachwuchs, wenn professionelle Interessen und familiäre Bedürfnisse in Einklang gebracht werden könnten. Dazu komme auch, so Dolle, dass Kostenträger bei Aufträgen zunehmend eine offizielle Bestätigung der familienfreundlichen Personalpolitik voraussetzen würden.

Arbeit und Bildung beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiter. Der Verein wurde im Jahr 1986 gegründet. Er entwickelte sich aus der Zusammenarbeit der beiden Volkshochschulen von Stadt Marburg und Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Volkshochschule Marburg.

Weitere Informationen rund um die Zertifizierung „Familienbewusster Betrieb“ gibt es im Internet unter www.beruf-und-familie.de.

von Katharina Kaufmann

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