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Bekenntnis zum Dorf zahlt sich aus

Auszeichnung für „Das Wohngut“ Bekenntnis zum Dorf zahlt sich aus

Im Oktober wurde „Das Wohngut“ in Hachborn zum „Fachgeschäft des Monats“ ausgezeichnet. Die Jury der Fachzeitschrift „Stil & Markt“ 
kürte das Unternehmen nun sogar zum „Fachgeschäft des Jahres“.

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Auf dem ehemaligen Heuboden der umgebauten Scheune präsentieren Daniela und Michael Riehl inmitten von Accessoires die Urkunde zum „Fachgeschäft des Jahres“.

Quelle: Andreas Schmidt

Hachborn. Daniela Riehl ist immer noch völlig begeistert – auch wenn die Ehrung zum „Fachgeschäft des Jahres“ nun schon einige Wochen zurückliegt. „Wenn man sich anschaut, welche Läden sonst ausgezeichnet werden, ist das schon eine ganz besondere Anerkennung“, sagt sie. Denn in der Regel stünden eher die urbanen Geschäfte in München, Hamburg oder anderen Großstädten im Fokus.

„Die Auszeichnung macht sich bereits bemerkbar“, sagt Michael Riehl – unter anderem ist dadurch auch der Hessische Rundfunk auf das „Wohngut“ aufmerksam geworden und hat es in den Mittelpunkt der Sendung „Hessentipp“ gestellt.

2012 hat Daniela Riehl das „Wohngut“ in Hachborn eröffnet: Der alte Bauernhof wurde mit viel Liebe fürs Detail umgebaut und stilvoll hergerichtet. Dabei sei es den Riehls wichtig gewesen, den Charme des alten Gemäuers zu erhalten.

Hohe Ladenmieten

„Wir haben in der Anfangszeit viel Stirnrunzeln geerntet“, erinnert sich die gelernte Reisekauffrau – vor allem aufgrund der eher abgelegenen Lage in Hachborn. „Natürlich haben wir uns zunächst auch Gedanken darüber gemacht, in der Oberstadt zu eröffnen. Aber dort hätten wir das Konzept nicht in dieser Form realisieren können“, sagt Daniela Riehl.

Denn einerseits sei das Platzangebot dort nur recht beschränkt vorhanden, zweitens seien die Ladenmieten sehr hoch. „Und es hat auch niemand Lust, mit einem Rosenbogen oder einem 24-teiligen Geschirr unterm Arm ins Parkhaus zu gehen“, ist sich die Ladeninhaberin sicher.

Platz in Hülle und Fülle gibt es dagegen in Hachborn. Auf 300 Quadratmetern Verkaufsfläche und einer 2000 Quadratmeter großen Außenfläche entdecken die Kunden individuelle und immer liebevoll ausgesuchte und arrangierte Wohnwelten – vom Blechschild bis zum Regal. Zudem finden sich wechselnde Themenwelten je nach Saison. Dabei legt Daniela Riehl viel Wert darauf, die Kollektionen individuell auszuwählen.

„Ich will hochwertige Artikel zu einem fairen Preis anbieten.“ Wichtig sei ihr, dass sich die Kunden wohlfühlen. „Und der Kunde fühlt sich nicht gut, wenn er sich die Ware nicht leisten kann“, sagt sie. „Wohlfühlen war bei uns schon immer ein Thema“, sagt Daniela Riehl.

So habe sie anfangs in einer kleinen Nische an zwei Tischen Kaffee angeboten – mittlerweile ist im angrenzenden Wohnhaus ein kleines Café entstanden, das an drei Tagen in der Woche geöffnet hat. „Hier war früher unser Wohnzimmer“, sagt die Inhaberin lachend.

Team zählt 14 Kräfte

Dass die Familie dieses zugunsten des Cafés aufgegeben habe, sei aber nicht schlimm, „denn das Haus bietet jede Menge Platz“. Das Café ist dabei nicht nur kulinarischer Treffpunkt, sondern gleichzeitig auch Verkaufsfläche. „Alles, was es hier gibt, kann auch gekauft werden – von den Lampen über das Geschirr bis hin zu den Möbeln.“

„Das Wohngut“ ist in den vergangenen dreieinhalb Jahren also bereits gut gewachsen, davon zeugen auch die Mitarbeiterzahlen: Stand Daniela Riehl anfangs noch alleine im Geschäft, ist das Team mittlerweile auf 14 Kräfte angewachsen.

Daniela Riehl weiß aber auch: „Wir sind hier nicht in einer Fußgängerzone, durch die sich Tausende Menschen schieben.“ Daher flankiere ein Online-Shop das Angebot des Geschäfts, „und der wird auch sehr gut angenommen“. Außerdem werden immer wieder Events angeboten, und auch in den sozialen Netzwerken ist „Das Wohngut“ präsent. Die Lage habe zudem einen großen Vorteil: „Es hört sich ganz banal an, aber unsere Kunden sind sehr froh, dass sie bei uns parken können“, sagt Daniela Riehl.

Die Auszeichnung zum „Fachgeschäft des Jahres“ hat indes nicht nur für einen Zuwachs an Kunden gesorgt. „Auch Lieferanten aus der Oberliga, die bisher mit uns nichts anfangen konnten, haben uns plötzlich auf dem Radar“, sagt Michael Riehl. Das sei ebenfalls eine schöne Bestätigung der eigenen Arbeit.

von Andreas Schmidt

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