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Bauwirtschaft kann Schülern Wege ebnen

„Arbeitskreis Schule – Wirtschaft“ Bauwirtschaft kann Schülern Wege ebnen

Der „Arbeitskreis Schule – Wirtschaft“ informierte sich beim Bildungszentrum der Bauwirtschaft Marburg (BZ) über Ausbildungsmöglichkeiten im Bauhandwerk.

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Rainer Hoffarth (links) und Armin Dierich (rechts) vom Arbeitskreis Schule – Wirtschaft Marburg mit Rudolf Paulus, Leiter des Bildungszentrums.

Quelle: Nico Arnold

Marburg. Rudolf Paulus, Leiter des BZ, vermittelte den Teilnehmern, wie eine erfolgreiche Bewerbung aussehen sollte. Eigeninitiative sei dabei ganz wichtig, so Paulus: „Wenn ein Bewerber einen positiven Eindruck macht, kann er damit leicht eine Vier oder Fünf in Mathematik ausgleichen.“

Er riet zukünftigen Bewerbern zu Offenheit im persönlichen Gespräch. Während der Ausbildung sei Einsatz gefragt. „Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Wille sind ganz wichtig“, erklärte Paulus. Dafür erhielten die Auszubildenden auch eine entsprechende Vergütung: zwischen 708 und 1374 Euro verdienen sie, je nach Lehrjahr.

Bundestrend erreicht auch Marburg

Im Anschluss an das Gespräch mit Paulus folgte ein Rundgang durch das BZ, sodass die Teilnehmer einen Einblick in die Ausbildung der angehenden Facharbeiter bekommen konnten. Diese werden im BZ in insgesamt vier Hallen auf ihr Berufsleben vorbereitet.

An unterschiedlichen Stationen erlernen sie, wie man mauert, Dächer deckt, Fundamente und Fliesen legt oder pflastert. Bis vor kurzem seien die Zahlen an Auszubildenden konstant gestiegen, obwohl sie bundesweit eher rückläufig sind. Mittlerweile sei dieser Trend aber auch im BZ spürbar. „Trotzdem können wir immer noch mit drei Meister-Ausbildern arbeiten“, erklärt Paulus.

Die Teilnehmer waren zum überwiegenden Teil Lehrer von Schulen aus der Region, wie Rainer Hoffarth, Organisator der Veranstaltung, erklärte. Zudem waren auch Vertreter der Arbeitsagentur anwesend. Hoffarth unterrichtet selbst an der Marburger Adolf-Reichwein-Schule und leitet den Arbeitskreis Schule – Wirtschaft Marburg gemeinsam mit seinem Kollegen Armin Dierich.

„Die Veranstaltung ist natürlich in erster Linie für Lehrer gedacht“, erklärte Hoffarth. „Aber wir wollen auch zunehmend Schüler mit einbinden.“ Viele Schüler hätten bereits über ein Praktikum im BZ den Weg in eine Ausbildung gefunden, da die Vernetzung zwischen dem Zentrum und den Handwerkerbetrieben aus der Umgebung sehr eng sei. „Im Grunde machen wir hier Netzwerkarbeit“, brachte es Hoffarth auf den Punkt.

Timothy Harnischfeger besucht die Adolf-Reichwein-Schule und ist ein Schüler Hoffarths. „Ich habe schon Praktika im BZ gemacht“, erzählt der 17-Jährige. Eine Ausbildung zum Facharbeiter wäre eine Möglichkeit für ihn. Aber eigentlich plant er einen anderen Weg. „Ich würde gerne zur Bundeswehr“, erzählte Harnischfeger.

von Nico Arnold

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