Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Bart ab fürs Marburger Hospiz

Spendenaktion Bart ab fürs Marburger Hospiz

„Jeder Schnitt hilft mit!“ Unter diesem Motto stand die Spendenaktion der Familie Türk, die 1600 Euro für das Elisabethhospiz einbrachte.

Voriger Artikel
Unterstützung für Schwimmbadvereine
Nächster Artikel
235 Jahre im Dienst fürs Unternehmen

Eva-Maria Dippel (von links) und Cornelia Diessel erhielten die Spende fürs Hospiz von Ferad und Serap Türk.

Quelle: Marcus Hergenhan

Friedensdorf. „Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie man die Leute zum Spenden motivieren könnte und da kam mir als Frisör die Idee, mir drei Monate lang den Bart wachsen zu lassen, damit ihn mir die Kunden am Stichtag gegen Geld abschneiden können“, erklärte Ferad Türk vom Haarstudio „Chaarisma“ in Friedensdorf. Dann kam der Bart ab. Rund 60 Kunden schnippelten sozusagen gegen beliebige Gebühr an seinem Bart.

Nachdem die Familie bisher vor allem für ausländische Projekte gespendet hatte, sollte das Geld dieses Mal einer lokalen Einrichtung zugute kommen. „Wir hatten in unserer Familie glücklicherweise noch niemanden, der das Hospiz in Anspruch nehmen musste, aber wir fanden das trotzdem wichtig, denn gerade weil das so wenige kennen, geraten solche Einrichtungen schnell in Vergessenheit und das Geld wird dann doch lieber für Schuhe oder Zigaretten ausgegeben“, so Türk.

Das Hospiz als Einrichtung für sterbende Schwerkranke ist auf Spenden angewiesen, denn auch wenn 95 Prozent der Kosten von den Krankenkassen getragen werden, belaufe sich der jährliche Bedarf an Spenden auf rund 250.000 Euro.

Hospizleiterin Eva-Maria Dippel: „Wir haben immer laufende Projekte, die nicht allein von den Kassen übernommen werden. Die Versorgung so schwer kranker Menschen ist generell nun einmal sehr teuer, das sind häufig über 300 Euro am Tag!“

von Marcus Hergenhan

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr