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Barmer GEK fördert Projekte der Lebenshilfe

Krankenkasse übergab Förderscheck Barmer GEK fördert Projekte der Lebenshilfe

Die Projekte der Lebenshilfe seien „wegweisend und machen Mut“ – daher unterstützt die Barmer GEK diese in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt 194.000 Euro.

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Thorsten Noll, Hauptgeschäftsführer der Region Nord- und Mittelhessen der Barmer GEK (links) und Regionalgeschäftsführer Reiner Posingies übergaben symbolisch einen Scheck an Geschäftsführerin Jeanne Nicklas-Faust (Zweite von links) und Ulrike Lorch.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. „Familie“ – seit vier Jahren ist dies das Dachthema­ vieler Lebenshilfe-Projekte. ­
Dass die Bundesvereinigung sich für diesen Schwerpunkt entschieden hat, hat gute Gründe.

In der Familie beginnt ­Inklusion. Ob Patchwork- oder ­Regenbogen-Familie, Alleinerziehende, binationale Ehen – in Familien übernehmen Menschen Verantwortung füreinander. Hier liegen auch die Wurzeln funktionierender Selbsthilfe, hier wird ein wesentlicher Teil Fürsorgearbeit geleistet.

„Die Projekte der Lebenshilfe­ sind wegweisend und machen­ Mut“, sagte Thorsten Noll, Hauptgeschäftsführer der Region Nord- und Mittelhessen der Barmer GEK. Solche „Leuchttürme“ zu fördern, an denen andere sich orientieren können, sei das Ziel.

Lebenshilfe bringt „Familienkochbuch“ heraus

Daher habe sich die Krankenkasse dazu entschieden, mehrere Projekte der Lebenshilfe­ ­
zum Thema „Familie“ mit 194.000 Euro über zwei Jahre zu unterstützen. Das Geld stammt aus Mitteln der gesetzlich vorgeschriebenen Selbsthilfeförderung. Menschen mit Behinderung und ihre Familien in Kontakt zu bringen, damit sie Erfahrungen austauschen können, sei für die Betroffenen bei vielen Lebensfragen eine Hilfe, erklärte Jeanne Nicklas-Faust, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Dazu soll es im März beispielsweise ein „Familienkochbuch“ der Lebenshilfe geben. „Darin­ erzählen Familien, wie sie ­ihren Alltag bewältigen, mit Familienmitgliedern, die eine ­Behinderung haben“, so Nicklas-Faust.

Dieses Jahr fand ein Filmwettbewerb statt, mit über 100 Einreichungen zu dem Thema ­Familie und Behinderung. Den Publikumspreis erhielt ein siebenminütiger Film einer jungen Frau. „Sie hat für das Wesen ­ihres Bruders mit Autismus und seine Verhaltensbesonderheiten tolle Bilder gefunden“, erklärte die Geschäftsführerin.

Ein weiteres Projekt, für das das Fördergeld verwendet werden soll, ist der sogenannte „Ideenspeicher“ der Lebenshilfe, der Familien von Menschen mit Behinderung zeigen soll, welche Möglichkeiten der Unterstützung es für sie gibt. ­Online finden sie beispielsweise Adressen von inklusiven ­Freizeitzentren oder Beratungsstellen in ihrer Nähe.

von Freya Altmüller

 
 
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