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Azubis geben Erfahrungen auf Augenhöhe weiter

Peer-Group-Projekt Azubis geben Erfahrungen auf Augenhöhe weiter

Schülern durch die Erfahrungen kaum älterer 
Auszubildender bei der Berufsorientierung zu 
unterstützen, ist das Ziel eines gemeinsamen Projekts von Stadt Marburg und dem Landkreis.

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Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (vorne, von links) dankten allen Beteiligten des Peer-Group-Projekts und übergaben Zertifikate an die Auszubildenden.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Seit sieben Jahren gehen Stadt und Kreis durch das Jugendbildungswerk der Stadt und den Fachbereich Familie, Jugend und Soziales mit einem Peer-Group-Projekt einen besonderen Weg in der Berufsorientierung.

Teams aus jeweils zwei bis drei Auszubildenden gehen in die Schulen und berichten von ihrem Weg in den Beruf. Ihr Einsatz wurde von Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Dr. Franz Kahle mit Zertifikaten gewürdigt.

Für die Organisation des erfolgreichen Projekts verantwortlich sind Matthias Gnau vom Jugendbildungswerk der Stadt und Armin Plewa-Moormann von der Jugendförderung des Kreises. Nicht mit einer langen Präsentation, sondern locker als „Barkeeper“ erläuterte Plewa-Moormann das Projekt mittels Herstellung eines Cocktails, für den bedürfe es nämlich auch verschiedener Zutaten.

Zum einen seien da die Auszubildenden, so Plewa-Moormann. Die jungen Menschen berichteten Schülern aus erster Hand ihre Erfahrungen auf ihrem eigenen Weg in eine Ausbildung und ließen auch die Stolpersteine nicht aus. Dabei würden ihnen Fragen gestellt, die sich die Schüler gegenüber Erwachsenen vielleicht nicht trauen würden.

Durch die Einsätze steigt das Selbstbewusstsein

Die zweite wichtige Zutat seien die heimischen Betriebe, die Auszubildende für ihr ehrenamtliches Engagement im Peer-Group-Projekt freistellen. Unterstützt von der Agentur für Arbeit werden sie den allgemeinbildenden Schulen für Unterrichtsbesuche für die Berufsorientierung angeboten. Schulen und Schüler seien eine weitere Zutat des Projektcocktails.

Aus den Schulen kam die Rückmeldung, dass das Angebot von zwei Stunden einen ganzen Tag ersetze. Den jungen Menschen werde auf Augenhöhe auch viel besser zugehört. Die Schüler nutzten die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Umgekehrt berichteten die freistellenden Betriebe, dass die Auszubildenden nach den Einsätzen selbstbewusster auftreten sowie Kompetenzen in Moderation und freiem Sprechen erworben haben – eine Win-win-Situation für beide Seiten. Das Eis der gelungenen Kooperation schließlich seien die Organisatoren und das Glas, das alles zusammenhält, die Vielzahl von Kooperationspartnern, sagte Plewa-Moormann.

In dem Projekt würden sich keine „Super-Azubis“ präsentieren, „sondern Auszubildende, die Mut machen, sich selbst mit den eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen, Stärken und Schwächen ehrlich und glaubhaft darzustellen“, erläuterte der Jugendförderer.

Dabei würden die Azubis auf ihren Einsatz vorbereitet: Die Reflexion des eigenen Weges in den Beruf und die Vorbereitung der Unterrichtsentwürfe erfolge während eines Schulungstages zum Jahresbeginn, der vom Jugendbildungswerk und der Jugendförderung konzeptioniert wird. Die Institutionen übernehmen auch die pädagogische Begleitung der Teams während der Umsetzung in den Schulen.

von Heiko Krause

Folgende Auszubildende unterstützten das Projekt im vergangenen Schuljahr:
Patricia Künkel, Julian Kuhli, Lisa-Marie Scherens, Johanna Lutz, Denise Kurzeknabe, Marvin Fitzke (alle vom Amt für Bodenmanagement), Hannah Seidel, Frederick Stotz (beide Drogeriemarkt „dm“), Leonie-Sophie Debus, Tabea Gröger, Hatice Sahan, Joshua Becker, Steven Bund (alle Elisabeth von Thüringen Akademie), Gisela Yildiz (Lidl), Julian Pitz, Kai Trautwein, Jonas Lux (alle Pharmaserv), Luisa Theophel, Elena Jungmann, (Philipps-Universität Marburg), Anna-Lena Schäfer, Vanessa Krebs, Jessica Monzer, Katharina Bahr, Jan Wallus (alle Stadt Marburg), Marie-Christin Althaus, Annalena Schnabel, Mario Debus, Antonia Nau (alle Landkreis Marburg-Biedenkopf), Manuel Schneider, Marcel Kraus, Andre England (alle VR Bank Hessenland).
 
 
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