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Azubis demonstrieren Berufe hautnah

„Woche der Ausbildung“ Azubis demonstrieren Berufe hautnah

Bei der „Woche der Ausbildung“ stellte die Firma Elkamet Kunststofftechnik aus Biedenkopf im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in Marburg Ausbildungswege vor.

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Die Auszubildenden Abdu Tasiran (von links), Ann Sophie Koch und Sonder Koleglu demonstrieren gemeinsam mit Ausbilder Ralf Schmidt die Arbeit an einem Extrudermodell.

Quelle: Alexander Graf

Was genau macht eigentlich ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik? Wie gestaltet sich die Ausbildung zu diesem Beruf und wie viel verdient man in dieser Branche?

Diesen und vielen anderen Fragen konnten interessierte Schüler, Lehrer und Eltern am Mittwoch auf den Grund gehen. Elkamet-Ausbilder Ralf Schmidt informierte in einem Vortrag über die Bedingungen rund um eine Berufsausbildung in der Biedenkopfer Firma.

Im Gepäck hatte er eine Maschine, an der drei Auszubildende von Elkamet exemplarisch die Arbeit eines Extruders zeigten. In Groß kommen diese Maschinen in der Produktion zum Einsatz, zum Beispiel für die Herstellung von Kunststoffdichtungen.

„Das Bild, das die Schüler, aber auch ihre Eltern, von vielen Berufen haben, ist oft veraltet und nicht zutreffend“, berichtete Dr. Heike Beber, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Marburg. Deshalb seien Informationsveranstaltungen über die verschiedenen Berufe und Ausbildungen – egal, ob sie nun in der Agentur oder in den Schulen stattfänden – äußerst wichtig. Man müsse den Interessenten zeigen, was wirklich hinter einem Beruf stehe.

Geeignete Bewerber sind häufig Mangelware

Besonders Eltern und ältere Geschwister seien dabei wichtig, da sie bei einem Gespräch über die Berufswahl bei den Schülern naturgemäß der erste Ansprechpartner seien. Allerdings werde in diese Richtung bereits viel getan.

Viele Arbeitgeber hätten mittlerweile erkannt, dass es immer schwieriger werde, geeignete Bewerber zu finden, erklärte Arbeits- und Ausbildungsstellenvermittler Michael Thoss. „Inzwischen gibt es Kooperationen zwischen Firmen und Schulen, was zu positiven Synergieeffekten führt. Die Unternehmen wissen, dass ihre Qualität mit ihrem Personal steht und fällt.“

Zusätzlich sei es wichtig, Angebote für Weiterbildungen zu schaffen. Als besonders positives Beispiel nannte Thoss hierbei den Studiengang Ingenieurwesen mit Fachrichtung Formengebung an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Dieser sei einzigartig in Deutschland und speziell auf die Unternehmen im Hinterland ausgerichtet.

Für dieses Jahr gebe es momentan noch viele freie Ausbildungsstellen, und manches Unternehmen suche bereits Auszubildende für das Jahr 2016. Deshalb sei für die Schüler am wichtigsten: Möglichst früh informieren – je früher, desto besser.

von Alexander Graf

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