Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Auto-Schubert baut für Kia und Nissan

Angebotserweiterung Auto-Schubert baut für Kia und Nissan

Marburgs Automarkt ist in Bewegung: Das Autohaus Schubert hat zusätzlich zu Toyota künftig auch die Marken Kia und Nissan im Programm.

Voriger Artikel
Wunsch nach „abgefedertem Übergang“
Nächster Artikel
Erste Wolken am Konjunkturhimmel

Betriebsleiter Martin Heuser (links) und Geschäftsführer Jörg Schubert präsentieren an einem Modell, wie sich die beiden Hallen für die neuen Marken Nissan und Kia in das Gesamt-Ensemble des bestehenden Autohauses einfügen sollen.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Die Kundschaft wird sich umstellen müssen: Das Autohaus Schubert, landläufig „Toyota-Schubert“ genannt, wird sich künftig nicht mehr nur auf diese Marke reduzieren lassen. Denn das Autohaus, das 1980 in Marburg gegründet wurde, hat ab dem 15. November zusätzlich die beiden Marken Kia und Nissan im Programm.

Und wird dafür auch kräftig investieren: Auf dem Gelände des Autohauses werden zwei neue Ausstellungsgebäude mit jeweils rund 300 Quadratmetern entstehen - denn jede der drei Marken soll mit einem eigenen, den Vorgaben des jeweiligen Herstellers entsprechenden Auftritt repräsentiert werden. Wie hoch die Investitionssumme ist, möchte Geschäftsführer Jörg Schubert nicht verraten. Spatenstiche sollen jedoch im Frühjahr kommenden Jahres erfolgen. „Stiche“ deshalb, weil auch in Gießen ein komplett neues Autohaus nach den aktuellen Standards für die Marken Toyota und Kia entstehen soll.

Doch wie kommt es dazu, dass Schubert die beiden Marken aufnimmt? „Die Entscheidung ist mir zunächst nicht leicht gefallen, denn das Toyota-Herz pocht in meiner Brust“, gibt Jörg Schubert zu. Und holt ein wenig aus: Das Autohaus Schubert sei einer der größten Toyota-Händler Deutschlands mit einem der größten Marktverantwortungsgebiete. „Unser Gebiet geht von Gießen über Korbach nach Kassel und bis nach Thüringen“, sagt er.

Leistungsgrenze erreicht

Man beliefere in diesem Gebiet elf Händler mit Autos, habe vier Betriebe in Eigenverantwortung. „Und dabei haben wir eine Marktausschöpfung von 250 Prozent, damit sind wir an die Leistungsgrenzen gestoßen.“

Hinzu komme, dass sich die Mobilität in Deutschland stark verändere: Es werde weniger gefahren, „gleichzeitig wollen die Kunden aber keine Abstriche machen“, weiß Schubert.

Vor diesen Hintergrund „müssen wir uns auf das, was wir können - nämlich Autos verkaufen und Kunden bedienen - besinnen und das Volumen steigern“. Denn das Unternehmen trage auch Verantwortung für seine rund 100 Mitarbeiter.

Schon vor einigen Jahren seien beide Hersteller auf Schubert zugekommen und hätten Partner für den Markt in Marburg gesucht. „Ich habe mir die Autos angeschaut - und festgestellt, dass sie hervorragend sind und auch hervorragend in unser Portfolio passen. Denn sie ergänzen Toyota und verdrängen nicht.“ Kia punkte beispielsweise mit „einer tollen Ausstattung oder vielen Details, die es in dieser Preisklasse bei anderen Herstellern gar nicht gibt, das hat mich begeistert“, so Schubert.

Gute Erfahrungen in Gießen

„Und was hervorragend ist für die Kunden: Es gibt sieben Jahre Garantie.“ Jeder, der da noch ein wenig Angst vor dem Unbekannten habe, könne sich entspannt zurücklehnen. Erfahrungen mit der Marke hat Schubert bereits seit vergangenem Dezember in Gießen gesammelt, „dort haben wir uns an die Marke herangewagt und waren extrem erfolgreich, haben nur positive Erfahrungen gemacht“.

Auch Nissan biete eine hohe Qualität, „außerdem gibt es Modelle in der Palette, die wir bei Toyota nicht haben, die Transporter zum Beispiel, oder ein Cabrio“, sagt Jörg Schubert.

Schubert versichert auch, dass man „keine Konkurrenz für die bestehenden Händler“ sein wolle, sondern den Markt ergänzen werde. „Wir haben uns das gut überlegt und konnten uns die Marken zum Glück aussuchen - vor dem Hintergrund, dass ich meinen Kunden auch glaubhaft erklären kann, warum die Marken eine gute Ergänzung sind.“

Mit den neuen Marken werde man zudem nicht nur zwei Arbeitsplätze in der Werkstatt sichern, sondern im ersten Schritt auch zwei Verkäufer neu einstellen.

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr