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Ausbruch aus Rollenbildern

„Unternehmerinnen in Hessen: Was bringt sie nach vorn“ Ausbruch aus Rollenbildern

Es sei an der Zeit, dass die Wirtschaftskraft der Unternehmerinnen in Hessen sichtbarer wird – so der Tenor bei der Regionalveranstaltung „Unternehmerinnen in Hessen: Was bringt sie nach vorn“.

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Landrätin Kirsten Fründt referierte an einer der vier Stationen zum Thema „Infrastruktur- und Rahmenbedingungen für mehr Unternehmerinnentum“.

Quelle: Suria Reiche

Marburg. Was wünschen sich Frauen, um ihr Unternehmen weiter erfolgreich zu platzieren? Welche Angebote gibt es in Hessen für Unternehmerinnen? Und wie können sie genutzt werden? Fragen, die die rund 50 Teilnehmerinnen der Regionalveranstaltung „Unternehmerinnen in Hessen: Was bringt sie nach vorn“ im Landratsamt gemeinsam zu beantworten versuchten.

Das Augenmerk lag dabei auf dem kleinen Wörtchen „gemeinsam“. Denn der Abend, den die Koordinationsstelle Frauen & Wirtschaft in Kooperation mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und dem Unternehmerinnen-Netzwerk Marburg-Biedenkopf veranstaltete, sollte vor allem eins bringen: Vernetzung.

Fachleute beraten an vier Stationen

Diese kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein und war auch einer der Gründe, aus denen Rita Neidhardt aus Marburg an der Veranstaltung teilgenommen hat: „Es ist sehr wichtig, sich auszutauschen, um weiterzukommen“, fasste die 56-Jährige zusammen, bevor sie sich dann zur Station „Netzwerke als Erfolgsfaktor“ begab. Diese war eine der Bestandteile des „World Cafés“, bei dem die teilnehmenden Frauen sich nicht nur austauschen, sondern auch Fach-Input mitnehmen konnten.

Dafür standen an vier Stationen Frauen und Männer vom Fach bereit, mit denen die Teilnehmerinnen diskutieren und von denen sie ihre Fragen beantworten lassen konnten. An der Station „Netzwerke als Erfolgsfaktor“ waren das Dr. Karin Uphoff vom VdU-Landesverband Hessen und Dörte Gawantka vom Unternehmerinnen-Netzwerk Marburg-Biedenkopf.

Neben Landrätin Kirsten Fründt, die an einer weiteren Station über Infrastruktur und Rahmenbedingungen für mehr Unternehmerinnentum sprach, beantwortete Marcus Kindermann von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen Fragen zu Finanzierung.

Ökonomische Angelegenheiten stehen im Vordergrund

Über Wachstums- und Zukunftsbranchen referierte an einer weiteren Station Sabine Wilcken-Görich von der Wirtschaftsförderung Gießen. Sie war es auch, die beim Empfang von einem immer größer werdenden Anteil von Frauen als Gründerinnen sprach.

Während sich jedoch viele Veranstaltungen, die sich an genau diese Unternehmerinnen richten, auf Themen wie „Die Balance zwischen Familie und Unternehmen“ beschränken würden, standen im Landratsamt rein ökonomische Angelegenheiten im Vordergrund.

„Und dafür haben wir mit Tarek Al-Wazir auch politische Rückendeckung in Hessen“, bekräftigte Linda Nagel vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Dieser messe dem Thema „Frauen und Wirtschaft“ eine hohe Bedeutung bei. So wie die Unternehmerinnen selbst: „Es wird Zeit, dass wir weg von tradierten Mustern und Rollenbildern kommen. Unternehmerinnen müssen so selbstverständlich angesehen werden wie männliche Unternehmer.“ Bisher seien die Potenziale und Wertschätzung dafür noch nicht ausgeschöpft.

von Suria Reiche

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