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Einem Betrugshelfer 
bleibt Haft erspart

Aus dem Amtsgericht Einem Betrugshelfer 
bleibt Haft erspart

Ein 73 Jahre alter Mann musste sich vor dem Marburger Amtsgericht wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug verantworten.

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Ein 73-Jähriger eröffnete Konten für eine Bande, die ihre Opfer mit krummem Börsengeschäften abzockte.

Quelle: Pixabay

Marburg. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, Teil des Netzwerks von Betrügern gewesen zu sein, die Anleger massiv mit nicht existierenden Aktien abgezockt hatten.

Immer wieder hatten sie Scheinfirmen gegründet und die potenziellen Anleger mit sehr günstigen Aktien namhafter Unternehmen wie Apple oder VW geködert – und eine hohe Rendite versprochen. Allerdings gab es die Aktien gar nicht, dennoch vielen Dutzende Anleger – auch aus Marburg – auf die Offerten herein. Dabei entstand ein Millionenschaden (die OP berichtete).

Der Angeklagte hatte als Teil der Betrügereien durch die Einrichtung zweier Konten auf den Namen einer eigens hierfür gegründeten Gesellschaft Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug geleistet.

Die Verhandlung fand in Abwesenheit des Angeklagten statt, auch sein Verteidiger war nicht zum Termin vor Gericht erschienen. Dem Angeklagten sei es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen, den Weg von Bremen nach Marburg anzutreten, hieß es während der Verhandlung.

Bereits im Vorfeld des Termins hatten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung über die Anträge zur Strafbemessung verständigt. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung, mit einer dreijährigen Bewährungszeit. Darüber hinaus soll der Angeklagte 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten und die ihm aus der Tat erlangten Gelder sollen eingezogen werden.

Der Vorsitzende Richter Dominik Best sowie die beiden Schöffen gaben dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt.

von Michael Noll

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