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Aus dem Alltag eines Auszubildenden

Lehrlinge gestalten Besuchertag Aus dem Alltag eines Auszubildenden

Wenn die Eisengießerei Fritz Winter zum Tag der Ausbildung einlädt, strömen die Besucher aus Stadtallendorf, aber auch aus dem weiteren Umfeld in das Unternehmen.

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Hendrik Schunk erklärt den ­Eggerts, (von links) Fabian, Annalena und Cornelia, die Drehmaschine.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Es ist ein Tag, der hauptsächlich für die Information der Schulabgänger der nächsten Jahre gedacht ist. Dieser Tag wird weitgehend von den Auszubildenden der Firma Fritz Winter gestaltet, die in Theorie und Praxis den jungen Besuchern zeigen und erklären, wie die Ausbildung in 14 angebotenen Berufsfeldern abläuft.

Das ist von der Werksleitung so gedacht, denn die Information von jungen Menschen an junge Menschen kommt auf beiden Seiten gut an. Die Auszubildenden zeigen voller Elan, was sie in ihrem Beruf erlernen und beantworten bereitwillig alle Fragen der jungen Besucher, die gegenüber fast Gleichaltrigen viel aufgeschlossener sind, als würden sie mit den Ausbildern sprechen.

Einer der Auszubildenden ist Hendrik Schunk. Er ist im vierten Ausbildungsjahr und wird Ende des Jahres die Prüfung zum Zerspanungsmechaniker­ ablegen. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem das Drehen, Fräsen, Schleifen oder Bohren. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Drehbank“, erzählt der junge Mann aus Niederklein.

Ihm ­hören gespannt der 14-jährige Fabian Eggerts, seine Tante Annalena Eggerts und die Oma Cornelia Eggerts zu. Fabian strebt in zwei Jahren den mittleren Bildungsabschluss an. „Ich will mir angucken, was es hier so gibt“, sagte er und ergänzt: „Das hier interessiert mich schon.“ Oma Cornelia arbeitet bei Winter als Reinigungsfrau und auch ihr Vater hat bei Winter gearbeitet.

Attraktionen laden zum Mitmachen ein

„Wenn er hier reinkommen würde wäre schön, aber die Anforderungen sind schon groß“, sagt sie. Hendrik Schunk erklärt den Besuchern die Maschine, zeigt die Zeichnung eines Werkstückes und seine Messwerkzeuge, denn es käme auf Maßgenauigkeit an. Er erzählt aber auch von seinem Ausbildungsgang, teils in der Ausbildungswerkstatt und teils im Betrieb. Er findet es gut, dass er in der Ausbildungszeit den ganzen Betrieb kennengelernt hat und versichert: „Der Beruf macht mir Spaß.“

So wie Hendrik Schunk sieht man in der Ausbildungswerkstatt und auf dem Hof überall Informationsstände, an denen die Auszubildenden ihren Beruf erklären und an manchen Ständen gibt es technische Vorführungen, Mitmachaktionen oder andere Attraktionen. So beispielsweise das Hochfahren in einer Kabine durch einen Kran bis in schwindelerregende ­Höhen.

Während der Getränkestand bei den sommerlichen Temperaturen gut angenommen wurde, wollte sich so recht keiner in der vollen Montur eines Gießereiarbeiters fotografieren lassen. Der große Renner waren einmal mehr die Werksführungen, die noch praxisnäher Aufklärung über die Arbeiten in einer Eisengießerei gaben.

„Neu ist heute die Ausbildungsbroschüre, die auf allen Tischen ausliegt“, sagt der Leiter des Servicecenter Personal, Andreas Fiedler, im Gespräch mit der OP. Dort werden die 14 Ausbildungsberufe aus dem technischen und kaufmännischen Bereich ebenso erklärt wie die der Gastronomie und Hotellerie. Es wird darin beschrieben wie man sich bewirbt. Außerdem werden die dualen Studien­gänge Betriebswirtschaft, Maschinenbau und Mechatronik erklärt und auf die unterschiedlichen Praktika hingewiesen.

von Klaus Böttcher

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