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Aus besiegelt, Mitarbeitern gekündigt

Privatbrauerei Gießen Aus besiegelt, Mitarbeitern gekündigt

Für die Privatbrauerei Gießen geht es nicht weiter: Es fanden sich keine Investoren, das Unternehmen wird nun abgewickelt.

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Die Suche nach einem Investor ist gescheitert: Die Brauerei in Gießen wird abgewickelt.

Quelle: Archivfoto

Gießen. Ende November vergangenen Jahres hatte die Geschäftsleitung der Privatbrauerei Gießen GmbH Insolvenzantrag gestellt (die OP berichtete). Anfang dieses Monats wurde nun das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverwalter ist der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner, der auch schon als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt war.

Plathner teilte am Donnerstag mit, dass eine Rettung der Privatbrauerei gescheitert sei: Das Unternehmen müsse abgewickelt werden, da sich kein neuer Investor gefunden habe. Dabei war er zunächst noch hoffnungsvoll gewesen: Vergangenen Dezember lief der Geschäftsbetrieb noch normal weiter.

Investorengespräche blieben ohne Erfolg

Im Januar habe man aufgrund der schwachen Ertragslage und der Produktionszeiten von bis zu sechs Wochen den Braubetrieb allerdings schon so weit einschränken müssen, dass keine Neuprodukte mehr angesetzt wurden. In den vergangenen Wochen seien – parallel zur Investorensuche – die Brauprodukte fertiggestellt, abgefüllt und zum großen Teil verkauft worden.

Mehr als 500 potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland habe man angesprochen. Zwar seien mit mehreren Interessenten Gespräche geführt und Ortstermine wahrgenommen worden. Diese hätten aber nicht zu verbindlichen und tragfähigen Angeboten geführt.

„Es ist mehr als bedauerlich, dass für die traditionsreiche Brauerei und die dort beschäftigten Arbeitnehmer keine Zukunftslösung gefunden werden konnte“, sagte Plathner. „Das Investitionsvolumen und das damit verbundene Risiko wurde durch die vorhandenen Interessenten trotz der sehr engagierten Belegschaft und der vorhandenen Kundenbeziehungen letztlich als zu hoch eingeschätzt.“ Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs ohne einen externen Investor sei nicht mehr möglich. Daher sei am Mittwoch allen Mitarbeitern gekündigt worden.

Arbeitsagentur zahlt zunächst Lohnersatz

Jetzt wird die Brauerei abgewickelt: Die noch vorhandenen Getränkebestände werden verkauft, die Brauanlagen müssen gereinigt und Gefahrstoffe entsorgt werden. Außerdem sollen noch vorhandene Vermögensgegenstände verkauft werden. Diese Arbeiten würden laut Plathner noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Dazu habe der Insolvenzverwalter einige Arbeitnehmer weiterbeschäftigt, die aus der Insolvenzmasse bezahlt würden.

Mitarbeiter, für die eine Beschäftigungsmöglichkeit nicht mehr bestehe, seien teilweise bereits freigestellt worden, oder die Freistellung stehe unmittelbar bevor. Die Mitarbeiter erhielten – sofern ein individueller Anspruch bestehe – Lohnersatzleistungen von der Agentur für Arbeit.

„Der durch die Mitarbeiter in dieser schwierigen Phase gezeigte Einsatz ist nicht selbstverständlich und hat uns die Suche nach einem Investor überhaupt erst ermöglicht“, hob Plathner hervor. „Trotz der unsicheren Prognose und der damit verbundenen Sorge haben die Mitarbeiter uns immer unterstützt und die Produktion trotz aller Widrigkeiten aufrechterhalten.“

von Andreas Schmidt

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Zukunft nur mit Investor möglich

Ende November hat die Privatbrauerei Gießen GmbH Insolvenz angemeldet (die OP berichtete). Der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Jan Markus Plathner, teilte am Mittwoch mit, dass die Produktion, die zunächst noch in vollem Umfang fortgeführt wurde, nun eingeschränkt werden muss.

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