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Aus Shapers wird wieder Zimmermann

Formenbau Aus Shapers wird wieder Zimmermann

„Wir sind stolz. Wir haben Zimmermann Formenbau zurückgeholt“, sagt der neue Geschäftsführer Uwe Kreuter, der bisher kaufmännischer Leiter war.

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Noch ist am Firmengebäude das Logo von „Shapers“ zu sehen. Sobald die neue Geschäftsführung im Handelsregister eingetragen ist, sollen auch neue Schilder angebracht werden.Foto: Hartmut Berge

Gladenbach. In Gladenbach-Erdhausen hat das neue Jahr positiv begonnen: Die Firma Shapers hat den Besitzer gewechselt - und dies hat zur Folge, dass alle Arbeitsplätze gesichert sind. Das erklärt der neue Geschäftsführer Uwe Kreuter auf Anfrage der OP. Der weitere Geschäftsführer Hartmut Mack sowie der Mitgesellschafter Nikolaos Pallis haben das Unternehmen Shapers, das zum japanischen Mutterkonzern ARRK Corporation gehörte, gekauft.

Ausschlaggebend für die drei Männer war nach Angaben von Kreuter, dass ARRK Cooperation, zu dem Zimmermann Formenbau seit 2005 gehörte, den Standort Erdhausen schwächen wollte. „50 Prozent der insgesamt 135 Arbeitsplätze wären weggefallen“, so Kreuter.

Als er im Oktober als kaufmännischer Leiter von Shapers‘ von diesen Plänen erfahren habe, hätten er und seine Kollegen begonnen, neue „Planspiele“ zu entwerfen. Letztendlich sei innerhalb kurzer Zeit die Entscheidung für den Kauf gefallen. Wie hoch der Kaufpreis gewesen war, sagt Kreuter nicht. Letztendlich trage jeder der drei Gesellschafter ein persönliches Risiko, aber das sei klar. „Wir sind stolz. Wir haben Zimmermann Formenbau zurückgeholt“, sagt Kreuter. Schließlich sei die Firma ein heimisches Familienunternehmen gewesen, das in der Branche weltweit bekannt sei. 2009 kam es zur Gründung der Shapers‘ Gruppe.

Dass mit dem Betreiber-Wechsel auch der frühere Name Zimmermann wieder auftauche, werde nicht nur in der Belegschaft, sondern auch von den Kunden positiv wahrgenommen, so Kreuter. Er hat in den vergangenen Tagen viele Termine mit Kunden wahrgenommen, um diese persönlich über den Wechsel zu informieren. „Wir haben jetzt kürzere Entscheidungswege und können relativ flexibel handeln“, beschreibt Kreuter die Veränderungen durch die Übernahme.

Sechs neue Stellen geplant

„Wir glauben an die positive Zukunft des Unternehmens, unserer Mitarbeiter und die Produkte, die wir hier herstellen. Wir wollen uns aber auch weiterentwickeln“, so Kreuter. Der Name „Zimmermann“ spiele eine große Rolle, aber es gehe auch darum, die Qualität, schnelle Lieferzeiten und einen guten Preis zu bieten.

Die jetzige Produktpalette mit Werkzeugen für die Automobilzulieferer (zum Beispiel Stoßfänger oder Schweller) und die Abfallwirtschaft soll weitergeführt werden. Auch neue Werkzeugentwicklungen stehen auf dem Plan. „Wir haben beschlossen, Großwerkzeuge hier zu bauen“. Zudem wollen die Erdhäuser verstärkt den Service, so zum Beispiel die Wartung von gebrauchten Werkzeugen, vorantreiben. Kreuter geht davon aus, dass in diesem Jahr etwa sechs neue Mitarbeiter, Werkzeugmacher, eingestellt werden. Die neuen Chefs überlegen derzeit auch, ob sie künftig weltweit agieren können. Bislang war die Kundschaft im europäischen Raum. In den nächsten Wochen müssen noch formal-rechtliche Dinge, wie die Eintragung ins Handelsregister, erfolgen. Dann werden auch die Banner und Firmenetiketten von „Shapers“ in Zimmermann Formenbau umgestellt.

von Anna Ntemiris

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