Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Aus Praktiker wird im August Max Bahr

Baumarkt Aus Praktiker wird im August Max Bahr

Pro Woche drei Übernahmen: Der Bau- und Heimwerkermarkt Max Bahr eröffnet bundesweit neue Filialen. In Marburg wird „Praktiker“ umgebaut. Beide Ketten gehören zu einem Konzern.

Voriger Artikel
Kleinere Verkaufsfläche wegen Umbau
Nächster Artikel
Keine Abmahnung, aber Gehalt bleibt aus

Marburg. Max Bahr ist in Hessen noch nicht so bekannt wie in Norddeutschland, erklärt Simone Naujoks, Sprecherin der Baumarkt-Kette aus Hamburg. Doch das soll sich ändern. Der Heimwerker- und Baumarkt, der seit 1879 besteht, eröffnet seit September 2012 im Schnitt drei neue Märkte in der Woche. Max Bahr baut keine neuen Geschäfte, sondern übernimmt Praktiker-Filialen. Seit 2007 gehört Max Bahr zur Praktiker Gruppe mit Sitz in Hamburg und in Kirkel (Saarland).

Der Konzern führt also zwei Marken. Praktiker betreibt über 300 Märkte in Deutschland. Mit etwa 20000 Mitarbeitern erwirtschaftete die börsennotierte Aktiengesellschaft im Jahr 2012 einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro.

Seit September 2012 wurden bereits 54 Praktiker-Märkte zu Max-Bahr-Filialen umgewandelt. Das Ziel sind 120 Übernahmen, so Naujoks. Es wurden aber auch Praktiker-Läden, wie etwa in Lollar, geschlossen. Die Markenumstellung auf Max Bahr erfolge in allen Städten nach dem gleichen Prinzip: „Zunächst versuchen wir, den Laden durch Abverkauf fast ganz leer zu machen. Die Waren müssen alle raus“, erklärt die Konzernsprecherin.

Dann werde der Laden von innen und außen erneuert - die Größe der Verkaufsfläche bleibt. Max Bahr eröffnet im August neu, erklärte die Sprecherin auf Anfrage der OP.

Das Sortiment bleibe im Prinzip wie bisher - vom Akkuschrauber über Nägel bis hin zu Gartenmöbel.

Andere Service-Philosophie

„Beratung und Service sind bei Max Bahr aber ein sehr wichtiges Instrument“, so Naujoks. Das sei nicht nur eine Verkäufer-Aussage, sondern beinhalte konkrete „Instrumente“. Da wäre zum Beispiel der „Pack-an-Max“. Das ist ein Mitarbeiter, der den Kunden die Ware auch bis an das Auto trägt.

Außerdem gibt es den „Navi-Max“: Einer, der dem Kunden auf Anhieb erklären könne, wo welche Schrauben, Schaufeln oder Schleifpapier zu finden sind. „Die Servicephilosophie ist bei Max Bahr eine ganz andere“, fasst Naujoks zusammen. Die Praktiker-Kette sei nach wie vor ein Discounter.

Die rund 65 Mitarbeiter des jetzigen Praktiker-Marktes in Marburg, der seit 1997 im Gewerbegebiet Afföller besteht, werden laut Unternehmen übernommen und geschult. von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr