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Auf der Suche nach Infos und Stempeln

Ausbildungsmesse „Ansage Zukunft“ Auf der Suche nach Infos und Stempeln

Mehr als sechzig Betriebe stellten auf vier Etagen ihre Ausbildungsberufe vor und brachten Informationen sowie allerhand Werbegeschenke an die jungen Besucher, ihre Lehrer und Begleiter.

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Auf der Ausbildungsmesse „Ansage Zukunft“ im Cineplex in Marburg versüßten Bäckereien und Einzelhandel den Austausch über ihre Ausbildungsberufe mit Leckerbissen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Manche Besucher gingen die Ausbildungsmesse an wie eine Schnitzeljagd. Nach dem Austausch über die jeweiligen Ausbildungsmöglichkeiten hieß es häufig: „Darf ich einen Stempel haben?“

Manche sammelten diese als Beleg auf selbst angelegten Laufzetteln. Schüler der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain brachten gar einen umfangreichen Berufswahlpass mit. Darauf werden neben Beratungsgesprächen wie auf der Messe auch Praktika eingetragen und bescheinigt.

„Cool, dass man die Firmen mal kennen lernen kann“

Mindestens drei Stempel musste auf der Ansage Zukunft auch sammeln, wer an dem Gewinnspiel der Veranstalter teilnehmen wollte. Eine Nebensache, die viele Schüler gerne mitnahmen, während sie sich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei den lokalen Arbeitgebern informierten.

„Cool, dass man die Firmen mal kennen lernen und sich so einen ersten Eindruck verschaffen kann“, befand der 13-jährige Lars Neubauer. Der Achtklässler an der Richtsberg-Gesamtschule nutzte die Messe auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für das kommende Schuljahr. Danach suchte auch sein Mitschüler Noah Mittelstedt. „Schade, dass es so wenige Medienunternehmen in der Gegend gibt“, bedauerte der 14-jährige Marburger. „So suchen wir wohl eher etwas in der Industrie und Wirtschaft. Etwas im Büro, vielleicht etwas Kaufmännisches.“

Obwohl sie bereits einen Ausbildungsplatz als zahnmedizinische Fachangestellte gefunden hat, fand Roxana Ciobanu aus Wetter die Messe hilfreich. „Ich habe mich am Stand noch weiter informiert, was so auf mich zukommt“, erklärte die 19-Jährige aus Wetter, die zurzeit das Berufsbildungszentrum in Marburg besucht.

Ihre Mitschülerin Annina Nau strebt eine Ausbildung im Bereich Sport und Fitness an. Wahrscheinlich wird es sie dafür allerdings in den Gießener Raum ziehen, sagte die 17-jährige Schülerin. Zu Beginn ihres Besuches war Lea Glaser noch auf der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für die Ausbildung zur Bürokauffrau. Angesichts der vielen vertretenen Ausbilder zeigte sich die 16-Jährige aus Göttingen zuversichtlich, noch fündig zu werden.

Ratschläge zu Bewerbungsunterlagen

Am Stand der Oberhessischen Presse informierten Medienkauffrau Hanna Schlang, Ricarda Schick, Auszubildende zur Mediengestalterin und Volontär Philipp Lauer über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der OP. „Irgendwas mit Medien“ ist immer noch hoch im Kurs bei den Jugendlichen.

So breit wie dieses angepeilte Berufsfeld, so unterschiedlich waren die Anfragen am Stand. Gerade die jüngeren Interessenten wollten sich erstmal einen Überblick verschaffen, welche verschiedenen Berufsfelder ein Medienhaus überhaupt bietet. Je näher der Schulabschluss in Aussicht stand, desto gezielter wurden die Nachfragen zu den einzelnen Ausbildungsberufen, den Zugangsvoraussetzungen und eventuellen Praktikumsmöglichkeiten im Verlag. Ganz konkret gab es auch Gespräche über Bewerbungsunterlagen.

Ein junger Mann aus Syrien berichtete von seinem Journalismus-Studium in Damaskus. Er interessierte sich für eine Ausbildung zum Mediengestalter und beschloss nach dem Gespräch, sich um ein Praktikum bei der Oberhessischen Presse zu bewerben.

von Philipp Lauer

 
Die Messe

Auf der Messe „Ansage Zukunft“ können sich Schüler über Möglichkeiten informieren, ihre berufliche Zukunft zu gestalten. Veranstaltet wurde sie in diesem Jahr von der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, der Kreishandwerkerschaft Marburg und dem Medienhaus HITZEROTH.

Mehr als 60 Arbeitgeber aus der Region nutzten die Messe, um zukünftige Auszubildende anzusprechen und zu informieren. An vielen Ständen waren die Ansprechpartner der Firmen ihre aktuellen Auszubildenden. Neben den Ständen gab es Vorträge zu relevanten Themen wie den vertraglichen Regelungen oder dualen Studiengängen. Weitere Informationen auf www.ansage-zukunft.de

 
Reaktionen und Meinungen von Messebesuchern
Katrin Schneider (26), Mitarbeiterin des Finanzamtes: Ich besuchte mit 15 auch so eine Messe, damals hatte ich noch keine Idee von Berufsmöglichkeiten und habe der Messe nicht wirklich Ernsthaftigkeit entgegengebracht. Das merkt man auch heute, einige der Schüler sind vorbereitet und zeigen Interesse, während es für andere eher ein schulisches Pflichtprogramm zu sein scheint.
Rainer Berghöfer (63), Lehreran der Emil-von-Behring-Schule: Ich habe meine Schüler im Voraus auf den Messebesuch vorbereitet. Sie haben den Auftrag einen Beruf ihres Interesses ihren Mitschülern mit Fachwissen zu präsentieren und müssen auch Nachfragen beantworten. Wir müssen die Schüler, die teilweise wirtschaftliche Analphabeten sind, im Unterricht alphabetisieren.
Vanessa Schmidt (17) , Schülerin der Käthe-Kollwitz-Schule: Ich weiß, dass ich soziale Arbeit machen möchte und habe mich schon über den Beruf informiert. Um trotzdem nochmal neue Anregungen zu bekommen, habe ich mich hier für eine Berufsberatung der Agentur für Arbeit angemeldet. Das Messeangebot ist vielfältig, wird jedoch auf zu wenig Raum präsentiert.
Hasan Özulus (15), Schülerder Emil-von-Behring-Schule: Er hat Unterricht im Fach Politik und Wirtschaft bei Rainer Berghöfer: „Bestimmt finde ich hier einen Beruf, der mich interessiert und den ich dann anschließend im Unterricht vorstellen kann. Das Angebot ist dafür auf jeden Fall ausreichend. Generell finde ich es gut, dass es diese Messe gibt.“
Sofia Kopatz (19), Schülerinan der Käthe-Kollwitz-Schule: Dass ich hierhergekommen bin, war eher spontan. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich werden möchte und wollte einfach mal schauen, welche Angebote es hier so gibt. Vielleicht finde ich etwas, das mir gefällt und mein Interesse weckt. Aber es ist ziemlich beengt und sehr wenig Platz.
Umfrage: Salome Fischer
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