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Attraktive Plattform rund um den Job

Bildungsmesse „Ansage Zukunft!“ Attraktive Plattform rund um den Job

Am 12. und 13. April wird die große Gaßmann-Halle in Marburg zum Mekka rund um Aus- und Weiterbildung: Dann veranstaltet der HITZEROTH Verlag erneut die Bildungsmesse „Ansage Zukunft!“.

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Die erste Auflage der Bildungsmesse „Ansage Zukunft!“ im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Messe will das gesamte Spektrum von Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten darstellen und damit auch zur Orientierung im teils unübersichtlichen Angebote-Dschungel beitragen. Roger Schneider, Anzeigenleiter der Oberhessischen Presse und Initiator der Messe, erläutert:

„Wir wollen die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten darstellen, aber einen klaren lokalen Bezug schaffen. Es ist ein tolles Zeichen für uns als Veranstalter, dass sich große Unternehmen wie Ferrero, Provadis, Kamax oder die Stadtwerke Marburg auf unserer Bildungsmesse ebenso präsentieren wie alteingesessene mittelständische Betriebe aus der Region.“ Den Besuchern eröffnet sich so an beiden Messetagen die gesamte Bandbreite rund um Beruf und Karriere.

„Bewerbungs-Papst“ Hesse gibt Tipps

Die Premiere der Messe im vergangenen Jahr bezeichnete Schneider als großen Erfolg. „In diesem Jahr wollen wir noch eine Schippe drauflegen“, verspricht er. „Wir wollen die Qualität unseres Angebots weiter steigern und bieten unseren Messe-Besuchern in diesem Jahr noch mehr aktive Hilfestellung, damit sie die Chancen unserer Region besser für sich selbst nutzen können.“

In diesem Jahr habe man „Bewerbungs-Papst“ Jürgen Hesse, dessen Vortrag zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr gehörte, noch intensiver eingebunden. „Er wird in diesem Jahr einen Bewerbungsmappen-Check anbieten und so direkt ein Feedback geben, wo die Bewerber eventuell noch nachbessern können“, erläuterte Schneider.

Auch dem Punkt Arbeitsrecht werde man sich in diesem Jahr verstärkt widmen: Der Stadtallendorfer Rechtsanwalt Swen Friauf wird auf der Messe nicht nur für kurze Beratungsgespräche zur Verfügung stehen, sondern auch Ausbildungs- und Arbeitsverträge überprüfen – „und das kostenfrei“, wie Schneider betonte.

Berufe zum Anfassen und Tipps für Unternehmen

Neu ist in diesem Jahr auch ein „Berufe-Zirkel“, bei dem Unternehmen Berufe zum Anfassen präsentieren. Und zwar wortwörtlich, wie Schneider erläuterte: Unternehmen aus Handwerk, Dienstleistung und Industrie würden während der Bildungsmesse verschiedene Berufe anhand typischer Tätigkeiten vorstellen. „So können die Jugendlichen direkt erkennen, ob ihnen die Tätigkeit gefällt“, sagte Schneider.

Und auf Basis dieser Erkenntnisse könnten die jungen Leute dann einen Feedback-Bogen ausfüllen – damit erhielten sie sofort Empfehlungen, welche der anwesenden Unternehmen ihren Wünschen und Fertigkeiten entsprächen und könnten dann Kontakt aufnehmen.

Zu den bereits bewährten Angeboten zählt die Orientierungshilfe von Mittelhessen Connect: in Echtzeit werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Interessen von Bewerbern mit den Anforderungsprofilen verschiedener Unternehmen und Berufsgruppen abgeglichen.

Arbeitsagentur berät zum Wiedereinstieg

Auch „Employer-Branding“ wird eine Rolle spielen. „Wie stellen sich die Unternehmen dar? Welche Skills sind notwendig, um auch als attraktiver Arbeitgeber zu gelten? Dazu wird der Experte Christian Hagedorn den örtlichen Firmen gute Tipps geben“, ist sich Schneider sicher.

Die Agentur für Arbeit Marburg wird zum Thema „Wiedereinstieg“ informieren. Zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen beraten Mitarbeiter des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Auch die Initiative Arbeiterkind wird vertreten sein. Der Verein unterstützt Studierende aus Familien, in denen noch niemand oder kaum jemand studiert hat.

Die Schirmherrschaft der Messe teilen sich Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Egon Vaupel. Für die Landrätin ist klar: „Auf der Messe haben die Besucher die Möglichkeit, die Informationen, die sie brauchen, gebündelt zu bekommen.“ Durch die Schwerpunktsetzung könnten sich die Besucher „mit Wissen im Gepäck auf den Weg machen in diesen unglaublich wichtigen Lebensabschnitt, der heute in der Entscheidungsfindung unglaublich schwer ist“, so Fründt.

„Global Player“ benötigen qualifizierte Arbeitskräfte

Besonders hoch schätzt sie auch die Beratung für junge Flüchtlinge ein, „das ist ein ganz großes Thema – und eine Chance, die wir ergreifen müssen. Daher bin ich froh, dass wir diesen Schwerpunkt abdecken“, so Fründt – vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel.

Für Vaupel ist indes klar: „Ich glaube, wir können froh sein, dass wir in so einer wirtschaftsstarken Region leben.“ Man verfüge über unglaublich großes Potenzial und zahlreiche „Global Player, die auch innovativ sind. Um dies zu halten ist es notwendig, dass wir für die Zukunft in der Region genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stellen – als ein Fundament für die wirtschaftliche Zukunft“.

Dies sei eine Aufgabenstellung sowohl für die Ausbildung als auch für die Fortbildung und für den Wiedereinstieg. „Da die Berufsbilder heute viel unübersichtlicher sind als früher benötigt man Informationen. Und dafür bietet die ,Ansage Zukunft!‘ die richtige Plattform“, ist sich Vaupel sicher.

  • Die Messe findet am Sonntag, 12. April, von 10 bis 17 Uhr und am Montag, 13. April, von 9 bis 16 Uhr statt. Alle Infos unter www.ansage-zukunft.de

von Andreas Schmidt

OP-Anzeigenleiter Roger Schneider (von links), Landrätin Kirsten Fründt, Mymedia-Geschäftsführerin Silke Wagenknecht und OB Egon Vaupel präsentierten am Mittwoch die Bildungsmesse „Ansage Zukunft!“. Foto: Andreas Schmidt
 
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